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Schenefelder Tageblatt

23. November 2017 | 17:35 Uhr

Ehrenamt : Schenefelder Tafel feiert Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Team um Leiter Mathias Schmitz hat die Räume am Osterbrooksweg umgestaltet und erweitert. Mehr Lagerkapazitäten.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Schenefeld | „Wir haben im Moment ideale Voraussetzungen“, sagte Mathias Schmitz, Vorsitzender der Schenfelder Tafel, am Sonnabend bei der Führung durch die neugestalteten Räumlichkeiten im Osterbrooksweg. In den vergangenen beiden Jahren stieg die Anzahl der Ausgaben von durchschnittlich 240 pro Woche auf aktuell 300 bis 330. Höchstwert waren bis zu 370    Personen, die sich in der Schenefelder Tafel versorgten.

„Es bestand schon lange der Wunsch nach größeren Lagerkapazitäten, um Tiefkühlprodukte zu lagern, und die Notwendigkeit für mehr Platz zum Sortieren und für die Ausgabe“, erläuterte Schmitz. Als zwei Nebenräume im angrenzenden Gebäude frei wurden, griff die Tafel sofort zu und mietete diese an. Der neue hergerichtete Ausgaberaum ist größer als zuvor. „Wir haben mehr Platz und können im Winter die Leute auch in den Raum holen und müssen sie nicht bei Schietwetter draußen stehen lassen“, so der Tafel-Chef. Zukünftig wird der Ausgaberaum auch als Sortierraum verwendet.

Die bisherige Ausgabe wurde zum Lager umfunktioniert, in der mehrere Tiefkühltruhen stehen. Non-Food-Produkte wie Shampoo, Waschzeug und anderes stehen nun in einem separaten Raum. „Das ist ein weiterer Vorteil der erweiterten Räumlichkeiten, dass wir nun eine strikte Trennung von Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Materialien und Geräten haben, die für den Betrieb der Tafel erforderlich sind“, sagte Schmitz. Ein Büro und ein Besprechungsraum gehören ebenfalls mit dazu.

Die Tafel ist damit nicht nur für die aktuellen Anforderungen, sondern auch die zukünftigen Anforderungen bestens gerüstet, ist Schmitz überzeugt: „Wir haben die Voraussetzungen für eine größere Nachfrage geschaffen, wenn im kommenden Jahr der Familiennachzug beginnt. Da wir uns bestmöglich und seriös darauf einstellen, werden wir nicht überrascht.“ Die Lebensmittel würden ausreichen. „Es ist mal etwas weniger, aber einen Mangel an Lebensmitteln hatten wir selten. Wenn es zu viele werden, wird es eng, aber wenn eine neue Situation kommt, muss man sich darauf einstellen“, sagte Schmitz. Er könne sich eine Zusammenarbeit mit der Hamburger Tafel und auch eine Ausweitung auf Lurup vorstellen. „Dort gibt es nichts, und viele Luruper kommen zu uns“, so Schmitz.

Den „Tag der offenen Tür“ nutzte das Tafel-Team aber nicht nur, um die neuen Räumlichkeiten zu präsentieren, sondern auch zur aktiven Mitgliederwerbung. Trotz 80 aktiver Helfer im Fahrdienst, der Sortierung und der Ausgabe betonte Schmitz: „Uns fehlt gut ein Dutzend Leute, die mit anpacken. Vor allem jüngere. Ob Männer oder Frauen ist egal. Hauptsache rüstig.“ Viele der Aktiven seien seit Anfang an dabei. „Und einige sind in einem betagten Alter“, so Schmitz. Daher freute er sich, dass er am Sonnabend bereits eine erste Zusage erhielt. „Wir hoffen, dass sich noch mehr melden, die mitwirken wollen.“

Doch ohne Moos ist auch bei der Tafel nix los. „Wir sind autark und freuen uns daher immer, wenn wir finanziell unterstützt werden“, sagte Schmitz. „Das geht auch nur, weil viele in Schenefeld unsere Arbeit schätzen und uns regelmäßig mit Spenden unterstützen.“ Mit dem Geld würde sehr vorsichtig umgegangen. „Die Umbauarbeiten waren eine große Investition für uns, auch wenn viel in Eigenleistung gemacht wurde“, sagte Schmitz. Der Großteil der Geldspenden werde für die Miete, Energie- und Entsorgungskosten sowie den Betrieb der Kühlfahrzeuge verwendet. „Ohne Ehrenamt wäre das ganze – wie auch bei der Freiwilligen Feuerwehr – gar nicht zu finanzieren.“

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