Mobilitätsbeauftragter : Schenefelder Politik tritt auf die Bremse

Im Rathaus gibt es für ÖPNV und für Fragen zum Radverkehr bislang unterschiedliche Ansprechpartner und Zuständigkeiten.
Im Rathaus gibt es für ÖPNV und für Fragen zum Radverkehr bislang unterschiedliche Ansprechpartner und Zuständigkeiten.

Im Rathaus soll keine zusätzliche Stelle entstehen.

shz.de von
11. Juni 2014, 12:15 Uhr

Schenefeld | Den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver gestalten. Bessere Voraussetzungen für Fußgänger und Radfahrer schaffen: In den Zielen ist sich Schenefelds Politik einig. Über den Weg noch nicht. Der Vorstoß der SPD, einen Mobilitätsbeauftragten im Rathaus zu installieren, der künftig bei allen städtischen Planungsvorhaben eingebunden wird und als zentraler Ansprechpartner fungiert, ist im Stadtentwicklungsausschuss zunächst gescheitert. Grund: Es soll keine zusätzliche Stelle innerhalb der Verwaltung geschaffen werden. Für den Mobilitätsbeauftragten wollten die Politiker kein zusätzliches Geld auf den Tisch legen. „Dafür ist Schenefeld eine Nummer zu klein“, sagte der Fraktionschef der Grünen, Mathias Schmitz.

Das Problem: Im Rathaus gibt es für ÖPNV und für Fragen zum Radverkehr unterschiedliche Ansprechpartner und Zuständigkeiten. Genau das wollte die SPD ändern. „Das geht nicht zum Nulltarif“, wie SPD-Fraktionschef Nils Wieruch einräumte.

Dass es durchaus Sinn macht, einen Mobilitätsbeauftragten mit der Bündelung der Aufgaben zu betrauen, betonte auch Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann. Jetzt wird zumindest geprüft, unter welchen Bedingungen das möglich ist.

Im Moment spricht vieles für die kleine Lösung: einen Radverkehrsbeauftragten. Mit diesem Vorstoß ist die SPD zwar auch schon zweimal gescheitert. Er könnte jetzt aber ohne zusätzliches Rathauspersonal offiziell ernannt werden. „Der Radverkehr wird in den kommenden Jahren der dickste Brocken, der auf uns zukommt.“ Da ist sich Schmitz sicher – und ein Ansprechpartner wertvoll.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen