Neue Wege bei der Bürgerbeteiligung : Schenefeld will es weiter wissen

„Wedel will’s wissen“ heißt die Internetplattform für mehr Bürgerbeteiligung. 382 Nutzer hatten sich registrieren lassen.
„Wedel will’s wissen“ heißt die Internetplattform für mehr Bürgerbeteiligung. 382 Nutzer hatten sich registrieren lassen.

Vorbild Wedel verabschiedet sich von Internetplattform. CDU hält an Projekt fest.

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22. Januar 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | 16.000 Euro im Jahr: Das war der Stadt Wedel angesichts der angespannten Finanzsituation dann doch zu viel Geld. Das Internet-Portal „Wedel will’s wissen“ wird nach der kostenlosen Probephase eingestellt. Diese Form der Bürgerbeteiligung wird es in der Rolandstadt in wenigen Wochen nicht mehr geben.

In Schenefeld soll es dagegen schon bald starten. „Wir halten eine solche Plattform weiter für sinnvoll – und die Kosten in Höhe von 16.000 Euro sind für Schenefeld auch bezahlbar“, betont CDU-Ratsherr Tobias Löffler. Die Christdemokraten hatten im Rat im September 2014 den Antrag gestellt, eine entsprechende Internetplattform einzurichten, um die Bürgerbeteiligung in der Stadt zu stärken. SPD und Grüne unterstützten den CDU-Vorstoß grundsätzlich. Doch vor einer Entscheidung wollten die Schenefelder die Ergebnisse aus Wedel auswerten. Die liegen vor.

„Das Kosten-Nutzungsverhältnis ist gut“, verweist Löffler auf die bereits gemachten Erfahrungen in der Rolandstadt. Die Plattform sei gut angenommen worden. „Man kann durchaus von einem Erfolg sprechen.“ Aktuell gab es in Wedel 382 registrierte Nutzer. Die Zugriffe auf die Internet-Plattform lagen bei 3000 im Monat. Wedel hatte die Plattform bisher aber im „Sparmodus“ gefahren.

Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof hatte schon im vergangenen Jahr angemerkt, dass eine solche Plattform nicht ohne zusätzliches Geld und auch zusätzliches Personal umgesetzt werden könne. „Die Beteiligung von Bürgern ist immer wünschenswert. Man muss entscheiden, ob der finanzielle Aufwand vertretbar ist“, betont die Verwaltungschefin. Eine Entscheidung über „Schenefeld will’s wissen“ soll im Hauptausschuss fallen.

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