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Aktionstag am 13. Februar : Schenefeld trommelt gegen Gewalt

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Aktionstag „Gemeinsam statt Gemein“ am 13. Februar. Behinderte und nicht behinderte Menschen treten in den Dialog.

Schenefeld | Friederike Pavenstedt ist fast täglich mit ihrem Rollstuhl in Schenefeld unterwegs. Barrieren sind für sie Alltag. „Auch Barrieren sind eine Form von Gewalt, weil sie Menschen im Rollstuhl von bestimmten Veranstaltungen ausschließen“, sagt die Mitstreiterin in der AG Barrierefreiheit. Die AG wird sich am Sonnabend, 13. Februar, natürlich an dem Aktionstag im Schenefelder „Stadtzentrum“ beteiligen. „Gemeinsam statt gemein – keine Gewalt gegen Menschen mit Handicap“: Unter diesem Motto wird von 12 bis 18 Uhr von ganz vielen Seiten beleuchtet, was Gewalt ist und wie Männer, Frauen und Kinder diese erleben.

Monika Popp von der AG Barrierefreiheit wird den Besuchern im Einkaufszentrum kuriose Bilder zeigen, die die Ausgrenzung von behinderten Menschen deutlich machen. „Da gibt es beispielsweise den Hinweispfeil für das Behinderten-WC. Der zeigt nach unten, die Treppe runter.“ Ausgrenzen, bedrohen, missbrauchen, hänseln, bedrängen: Über die Gewalt, die Menschen mit Handicap widerfährt, wird oft ein Mantel des Schweigens gelegt. Genau an diesem Punkt möchte die Aktion ansetzen. Das Thema soll enttabuisiert werden – auf dem Marktplatz des „Stadtzentrums, da wo das Leben „tobt“, wo sich Menschen begegnen.

Zu den Veranstaltern zählen: die Stadt Schenefeld, die Lebenshilfe Schenefeld, das Heilpädagogische Förderzentrum Friedrichshulde, das Jugend- und Kommunikationszentrum Schenefeld, der Kunstkreis Schenefeld, der Rat für Kriminalitätsverhütung, die Spielmobil Ideenwerkstatt, das Kunsthaus Schenefeld, die Arbeitsgemeinschaft Umfeldverbesserung, das Forum Inklusion aus Hamburg, der Weisse Ring, der Wendepunkt aus Elmshorn, der Kinder- und Jugendbeirat und die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit.

Eineinhalb Jahre wurde der Aktionstag vorbereitet. „Von allen Beteiligten gemeinsam“, wie Ute Stöwing, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schenefeld betont. Das Ziel: Die Macher der Veranstaltung wollen mit den Besuchern des Einkaufszentrums in einen Dialog eintreten. „Behinderte und nicht behinderte Menschen werden gemeinsam etwas erleben“, betont Anne Woest von der Lebenshilfe Schenefeld. Ansprech- und Diskussionspartner vor Ort sind zudem der Wendepunkt aus Elmshorn, die Opferschutzorganisation Weisser Ring, das Forum Inklusion aus Hamburg sowie das Förderzentrum Friedrichshulde.

Das Besondere: Die Kunst wird als verbindendes Element eingesetzt. Mit dabei ist das Kunsthaus Schenefeld, der Kunstkreis Schenefeld, die Lebenshilfe-Mitglieder der „Mittwochsmaler“ und Juks-Mitarbeiterin Alica Levenhagen, die vor Ort ein Kunstprojekt anbieten wird. „Kunst hat die Fähigkeit, verschiedene Gruppen zusammenzubringen“, betont Ingrid Ullrich vom Kunstkreis Schenefeld. Diskutieren, informieren, basteln, malen, kleben – und tanzen. Das Förderzentrum Friedrichshulde präsentiert den Friedenstanz – mitmachen erwünscht.

Die Veranstaltung wird um 12 Uhr von Bürgermeisterin Christiane Küchenhof offiziell eröffnet. Um 12.15 Uhr findet die erste Podiumsdiskussion statt. Um 13 Uhr wird eine Performance geboten. Um 14 Uhr folgt die zweite Podiumsdiskussion. Um 15 Uhr wird der Friedenstanz gestartet. Um 16 Uhr tritt die Band der Lebenshilfe – „Rosi und die Knallererbsen“ – auf der Bühne auf. Die Veranstaltung endet um 18Uhr.
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erstellt am 03.Feb.2016 | 16:30 Uhr

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