zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

19. Oktober 2017 | 04:15 Uhr

Krippe und Hort : Schenefeld packt es an

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ein Neubau auf dem Awo-Gelände an der Lindenallee ist beschlossen. Gebäude am Wurmkamp wird für zwei weitere Gruppen aufgestockt.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Krippe, Kita, Hort: Die Stadt reagiert auf die steigende Nachfrage im Bereich Kinderbetreuung – und zwar in allen Bereichen. Auf dem Gelände der Awo-Kita an der Lindenallee soll 2016 ein Krippen-Neubau hochgezogen werden. Kosten: zirka 450.000 Euro. Zudem wird das bestehende Hortgebäude an der Grundschule Altgemeinde aufgestockt. Die Kosten liegen bei zirka 550.000 Euro. Beide Vorhaben wurden im Sozialausschuss auf den Weg gebracht. Für beide Projekte kann die Stadt mit hohen Förderzuschüssen rechnen.

Noch eine Krippe für Schenefeld: Zuletzt war ein Neubau auf dem Gelände der Pauls-Kita entstanden, wurden Plätze in dem Neubau des Waldorf-Kindergartens an der Lindenallee geschaffen. Jetzt entstehen 20 weitere Betreuungsplätze für Kinder im Alter zwischen null und drei Jahren bei der Arbeiterwohlfahrt. Über den Standort gibt es laut Katrin Steinbügl vom Schenefelder Sozialamt noch keine abschließende Einigkeit. Die Awo hatten einen Anbau an den bestehenden Krippentrakt bevorzugt. Doch laut Bauamtschef Günter Leimert würde ein Teil des neuen Gebäudes dann ins Landschaftsschutzgebiet ragen. Es ist fraglich, ob ein solches Ansinnen von der zuständigen Kreisbehörde genehmigt wird. Die Alternative wäre ein eigenständiges Gebäude auf dem Awo-Areal. Fakt ist: Die Schaffung von Krippenplätze wird mit bis zu 22.000 Euro pro Platz gefördert. Auf die Stadt würden also „Restkosten“ in Höhe von etwa 110.000 Euro zukommen. Nach der Fertigstellung der neuen Einrichtung kann die Stadt Schenefeld dann 120 Plätze für Null bis Dreijährige in ihren Krippen anbieten.

Für die Aufstockung des Hortgebäudes kann die Stadt mit Zuschüssen von Land und Kreis in Höhe von 350.000 Euro rechnen. Es entstehen 15 Hortplätze und 20 Plätze für Kita-Kinder im Alter vom drei bis sechs Jahren. „Im Elementarbereich ist die Nachfrage nach Ganztagsplätzen groß“, sagt Steinbügel. Darauf reagiert die Stadt nun.

Nicht alle Wünsche lassen sich realisieren

Die von der Politik gewünschten drei Gruppen lassen sich bei der Aufstockung aber nicht realisieren. Der Platz für die erforderlichen Nebenräume reicht nicht aus. Das hat die Prüfung ergeben. Eine Hortgruppe wurde übergangsweise in der Grundschule Altgemeinde, im Gebäude der Volkshochschule untergebracht. Sie könnte dann ins Hortgebäude ziehen.

Aufstocken: Der 2010 eröffnete Neubau am Wurmkamp war extra so konzipiert worden, dass ein Stockwerk oben drauf gesetzt werden kann. Erste Priorität war der Bau in die Höhe dennoch nicht. Doch mehrere Standorte für einen Neubau wurden verworfen. Es gibt kaum geeignete Flächen in der Stadt.

Trotzdem wird sich die Stadt wieder auf die Suche machen, machen müssen. „Ich rechne damit, dass wir mittelfristig noch einen Kita-Neubau in Schenefeld brauchen werden“, sagt Sozialamtschef Axel Hedergott – auch vor dem Hintergrund der weiter steigenden Flüchtlingszahlen. „Für die Jungen und Mädchen ist der Besuch des Kindergartens ein wichtiges Stück Integration“, betont Hedergott.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen