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Asylbewerber : Schenefeld muss Wohnungen anmieten

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Drei zusätzliche Wohnungen sollen in Schenefeld als Unterkünfte für Asylbewerber genutzt werden. Der Finanzausschuss muss noch zustimmen.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Immer mehr Asylbewerber im Kreis Pinneberg: Das bekommt jetzt auch Schenefeld zu spüren. Die Stadt möchte drei zusätzliche Wohnungen anmieten, um die Asylbewerber unterbringen zu können. „Es geht vor allem um Familien und um allein erziehende Mütter mit Kindern“, betont Schenefelds Sozialamtschef Axel Hedergott. Passende Wohnungen wurden bereits gefunden. Am Donnerstag soll der Finanzausschuss zustimmen.

Die Asylunterkünfte im Osterbrooksweg, Am Wasserberg und im Voßhörn sind laut Hedergott bereits gut ausgelastet. Inzwischen nutzt die Stadt auch die Hausmeisterwohnung des alten Postgebäudes, um Flüchtlinge unterzubringen. „Der Druck auf die Stadt wird größer“, sagt Hedergott. Aus dem Bundesinnenministerium kam bereits die Information, dass vor allem weitere Menschen aus dem Bürgerkriegsland Syrien in Deutschland Asyl suchen werden. Hedergott: „Die Asylbewerber werden nach Quoten verteilt. Wir können nicht ablehnen. Wir müssen uns um die Menschen kümmern.“

Die Stadt setzt auf Wohnungen, um eine menschenwürdige Unterbringung zu ermöglichen. Container als Unterkünfte für Asylbewerber möchte Hedergott nur als allerletzte Möglichkeit in Betracht ziehen.

Das Problem: Es gibt zu wenig Fluktuation in den Asylunterkünften. Selbst ein anerkannter Bewerber kann nicht gleich ausziehen – er braucht eine Mietswohnung, die er auch bezahlen kann. Das ist in Schenefeld schwierig. Viele Vermieter vergeben keine Wohnungen an Personen, die Transferleistungen vom Staat beziehen. Ohne Wohnung wird aus dem anerkannten Asylbewerber ein Obdachloser.

Von Syrien nach Schenefeld: In der Stadt kümmern sich das Sozialamt, die Sozialarbeiterin, die Diakonie und die Kirchen um die Asylbewerber. Die warten auf den Ausgang ihres Verfahrens – und das kann schon mal bis zu drei Jahre dauern.

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