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Großbrand in Sporthalle : Schenefeld: Es war eins der größten Feuer in der Geschichte des Kreises

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Am Freitag ist das Feuer nachfast 24 Stunden endgültig gelöscht. 420 Helfer waren im Einsatz.

Schenefeld | Nach fast 24 Stunden sind die Nachlösch- und Aufräumarbeiten der Feuerwehr beim Großfeuer in Schenefeld abgeschlossen worden. Gegen 12 Uhr war am Freitag auch das letzte erkennbare Glutnest im vorderen Gebäudetrakt des Tennis- und Sportcenters zur Straße Holzkoppel hin erstickt. Die Schenefelder Kräfte hatten noch ein letztes Mal einen Innenangriff gewagt, um die schwer zu erreichende Stelle endgültig zu entschärfen. Anschließend galt es, die Schlauchleitungen aufzunehmen.

Insgesamt waren mehr als 420 größtenteils ehrenamtliche Kräfte von diversen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk, der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein, Schutz- und Kriminalpolizei im Einsatz. In der Spitze waren es rund 250 Kräfte zeitgleich. Der Schenefelder Wehrführer Tomas Berens wurde von der Technischen Einsatzleitung des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg sowie von Kreiswehrführer Frank Homrich und dessen Stellvertreter Stefan Mohr unterstützt. Auch die Schenefelder Bürgermeisterin Christiane Küchenhof machte sich vor Ort ein Bild. Es war eines der größten Feuer, die es bislang im Kreis Pinneberg gegeben hat.

Das Großfeuer war am Donnerstag um 13.54 Uhr gemeldet worden. Der Brand hatte sich sehr schnell über die zwölf Tennisplätze umfassende hintere Halle in Leichtbauweise sowie den massiv gemauerten Trakt mit Badminton-, Squash- und Fitnessbereich sowie Restaurant und Nebenräume ausgeweitet. Es wurden zwei Personen verletzt, eine davon schwer. Zudem musste ein Feuerwehrkamerad zwischenzeitlich wegen Kreislaufproblemen behandelt werden; er verblieb aber an der Einsatzstelle. Der gesamte Komplex hat eine Grundfläche von mehr als 9000 Quadratmetern und erstreckt sich auf einer Länge von rund 250 Metern zwischen den Straßen Holzkoppel und Blankeneser Chaussee parallel - in zweiter Reihe - zum Osterbrooksweg.

Fahrzeuge eines angrenzenden Autohauses sind in Mitleidenschaft gezogen worden.

Fahrzeuge eines angrenzenden Autohauses sind in Mitleidenschaft gezogen worden.

Foto: Tanja Plock

Das größte Problem der Anfangsphase der Löscharbeiten war, sich auf diesem großen Gelände einen vernünftigen Überblick zu verschaffen. Die Prioritäten lagen dabei in dier Reihenfolge Menschenrettung, Schutz der Nachbargebäude und Ablöschen des Feuers. Die Tennishalle war bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte fünf Minuten nach der Alarmierung nicht mehr zu halten gewesen.

Die Tennishallen in Richtung Blankeneser Chaussee stürzten bereits am frühen Nachmittag teilweise ein. Die Löscharbeiten in diesem Bereich konnten bis in die Abendstunden abgeschlossen werden. Hier unterstützte das Technische Hilfswerk mit zwei Radladern, welche Blechplatten von Dach und Wändenwegzogen, um Brandnester frei zu legen. Wesentlich schwieriger gestalteten sich die Arbeiten im massiv gemauerten Fitnessbereich. Das Gebäude ist mehrfach erweitert worden. Trotz erheblicher Einsturzgefahr wagte die Feuerwehr mehrfach Versuche, das in Zwischendecken festsitzende Feuer zu löschen. Dieses mussten aber wegen der Gefahr für die Einsatzkräfte jeweils abgebrochen werden. Letztlich blieb nur die Lösung, in der Nacht mit dem Bagger die Außenwände einzureißen.

Gegen 3.30 Uhr wurden die letzten auswärtigen Kräfte aus dem Einsatz entlassen. Es verblieb eine Brandwache vor Ort. Gegen 9 Uhr am Freitag wurde diese auf 15 Kräfte aufgestockt, um dann noch einmal mit Hilfe des Baggers die letzten Nachlöscharbeiten in Angriff zu nehmen.

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