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Energiespar-Diskussion : Schenefeld erhält eine Stromladesäule

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Stadt profitiert vom Bundes-Förderpaket. Ab dem Frühjahr geht die erste öffentliche Station für E-Mobile in Betrieb.

shz.de von
erstellt am 29.Feb.2016 | 12:30 Uhr

Schenefeld | Mit einem Höhepunkt begann die Energie-Effizienz-Diskussion im „Stadtzentrum“. Diskussionsteilnehmer Jörg Rudat, Innovationsmanager bei der Schleswig-Holstein Netz AG gab bekannt, dass Schenefeld schon im Frühjahr über eine Stromladesäule für E-Mobile verfügt. „Es wird sich hier um die erste öffentliche Ladesäule zum Tanken handeln“, sagte Manager Rudat erfreut.

Die Einrichtung wird auf der Süd-Ost-Seite des Parkplatzes zu finden sein. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt. Schenefeld sei es gelungen, sich erfolgreich für das Förderprogramm zu bewerben, berichtete Rudat. 200 solcher Säulen gebe es bereits in Hamburg. Auch die Metropolregion werde zukünftig, wie in Hamburg, kontinuierlich energiefreundlichen Stromladesäulen einrichten. „Hier wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt“, lobte Rudat.

Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof verwies im Vorwege der von Burkard Plemper moderierten Diskussion auf die Auszeichnung Schenefelds als energieeffiziente Kommune. Sie appellierte an alle Zuhörer, am Erfolg der bevorstehenden Energiewende mitzuwirken.

Corina Schomaker, Center-Managerin des „Stadtzentrums“ hatte zu der Veranstaltung – auch vor dem Hintergrund der Klimakonferenz in Paris – eingeladen. Hochrangige Experten informierten Klimafreunde über Energieeffizienz, Umweltschonung und erneuerbare Energien. Dazu gehörten die Energie- und Klimaschutzkoordinatorin der Stadt, Martina Schiller, der das Unternehmen „Harry Brot“ vertretende Horst Rudolph sowie der Mitbegründer der Initiative „Pfiffikus“, Willy Kanow.

Beratung im Energiesparmobil: Michael Hell (r.) informierte Besucher wie Anke Shaar und deren Sohn Patrick aus Schenefeld.
Beratung im Energiesparmobil: Michael Hell (r.) informierte Besucher wie Anke Shaar und deren Sohn Patrick aus Schenefeld. Foto: Heiderhoff

Die Teilnehmer diskutierten über mehrere Aspekte. „Weniger Energie benötigen“ war ein zentrales Thema. Spar-Vorkehrungen wie das Dämmen seien unabdingbar. Die Experten besprachen unter dem Motto „Mehr aus Energie herausholen“, auf welche Weise sich bessere Technik nutzen lässt. Dazu gehöre der Einsatz von Wärmepumpen genauso wie das Nutzen von LED-Leuchten.

Schließlich besprachen die Experten den Aspekt, „mehr grünen Strom vor Ort zu nutzen“ – beispielsweise in Form von Solarstromanlagen. Frank Scharlaug aus Schenefeld beteiligte sich rege an der Diskussion. „Ich finde es sehr interessant, was hier besprochen wird“, so Scharlaug. Er sei gerade Rentner geworden und wolle sich zukünftig mit dem Thema konkret befassen.

Viele Besucher nutzten die Chance, sich im Energiesparmobil beraten zu lassen. Energieberater Michael Hell versorgte die Besucher mit konkreten Tipps. Er rief dazu auf, bekannte Vorgänge mit Nachdruck einzuhalten und unter anderem nicht auf Energiesparlampen zu verzichten. Mit einfachem Verhalten – wie Stoß- statt Dauerlüften und dem Abtauen des Gefrierschranks im Rhythmus von sechs Monaten – ließe sich schon einiges erreichen. Hell hofft auch zukünftig auf energiesparwillige Zuhörer. „Energie ist so billig geworden, dass bei manchen Menschen leider die Einsicht fehlt, sich beraten zu lassen“, bedauerte Hell.

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