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Schenefelder Tageblatt

14. Dezember 2017 | 07:52 Uhr

Schenefeld: Bescherung bei der Tafel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Aktion Weihnachtsmann überrascht Kinder

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2016 | 16:08 Uhr

An diesem Tage stehen gegen 14.30 Uhr – eine halbe Stunde vor der Öffnung – bereits viele Menschen vor der Schenefelder Tafel im Osterbrooksweg. Doch diesmal gibt es nicht nur Lebensmittel. Denn ein besonderer Gast hat sich angekündigt: Santa Claus kommt vorbei und beschenkt die Kinder.

Hinter dem weißen Rauschebart versteckt sich Tafel-Chef Mathias Schmitz. Seine Chef-Elfen sind Miriam Utz und Gaby Simon. Sie haben gemeinsam mit etlichen Eltern der Halstenbeker Kita der Erlöserkirche und der Grundschule an der Bek Pakete für die Kinder der Tafelkunden finanziert und gepackt. 140 Stück sind es geworden. Zum vierten Mal gibt es die Tafel-Bescherung. Der Real-Markt in Lurup hatte mit einer Aktion die Summe aufgestockt. Ralf Bobert, Geschäftsleiter, kam auch zur Übergabe der Pakete vorbei. Durch den Discounter bekommen viele Kinder nun sogar zwei Pakete – jeweils angepasst an das Alter. „Ich finde dieses Engagement großartig“, sagte Schmitz.

Obwohl die meisten Flüchtlingsfamilien muslimisch sind, nehmen viele die Gebräuche an, erläutert Tafel-Helferin Helga Butenuth. „Wenn die Kinder dies bei Mitschülern sehen, wollen sie natürlich auch etwas haben. Die Flüchtlingsfamilien können sich aber keine Geschenke leisten“, ergänzt Rutz. Umso mehr freuen sich die Mädchen und Jungen, vom Weihnachtsmann persönlich ein Paket überreicht zu bekommen.

Für Schmitz und sein Team war 2016 ein erfolgreiches Jahr. Die Nachfrage sei stabil geblieben. „Wir hoffen, dass es nicht noch mehr werden. Denn da stecken ja auch immer Schicksale hinter“, sagt Schmitz. Durchschnittlich 330 Kunden gehen regelmäßig zur Tafel, zu Spitzenzeiten 380, sagt der Chef. „Wir haben zwischen 100 und 140    Tonnen Lebensmittel in diesem Jahr verteilt“, teilt Schmitz mit.

„Wir sind sehr zufrieden“, ergänzt Butenuth. Anfang des Jahres sei ein zweiter Ausgabetag eingeführt worden. „Das hat die Situation sehr entspannt“, sagt die Helferin. „Jetzt haben wir eine gute Stimmung. Das hat sich sehr bewährt. Vorher war es schon stressig.“ Teilweise seien an einem Tag 300        Menschen gekommen. „Die Leute standen bis zur Straße.“

In diesem Jahr hätten auch immer mehr Privatleute Lebensmittel gespendet, berichtet Butenuth. Auch die Aktion „Kauf ein Teil mehr“ sei erfolgreich gewesen. Da von den Supermärkten vor allem frische Lebensmittel kommen, können so auch Konserven und andere lange haltbare Lebensmittel wie Mehl, Nudeln und Reis eingeworben werden.

Für das neue Jahr sind laut dem Tafel-Chef keine großartigen Neuerungen vorgesehen. „Es läuft gut so wie es ist“, urteilte er. Das einzige, was Schmitz noch gebrauchen kann, sind weitere Helfer. Derzeit gehören sowohl jüngere Freiwillige als auch Rentner zum Team. „Die haben hier so viel Spaß und Freude“, sagte Schmitz.

Wer Lust hat, bei der Tafel mitzuhelfen, kann an den Ausgabetagen dienstags und donnerstags von 15 bis 16.45  Uhr vorbeikommen.

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