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Bürgerentscheid : Schenefeld beerdigt seinen Friedhof

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Klares Votum gegen eine letzte Ruhestätte in der Stadt.

Schenfeld | Ungläubiges Staunen im Ratssaal als um 18.51 Uhr das erste Ergebnis aus der Feuerwache gemeldet wird. Der rote Balken mit den Nein-Stimmen schießt in die Höhe. 73,5 Prozent haben sich in diesem Wahllokal gegen den Bau eines Friedhofs in Schenefeld ausgesprochen. An diesem klaren Trend ändert sich gestern Abend nichts mehr. Schenefeld beerdigt seinen Friedhof – mit Pauken und Trompeten. Am Ende sprechen sich 4481 Bürger (72,3 Prozent) gegen eine letzte Ruhestätte aus. Dafür votierten nur 1718 Schenefelder. Mit dieser eindeutigen Entscheidung hatte kaum jemand gerechnet. Viele hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern erwartet. Die Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid lag bei 39,9 Prozent. 15.621 Bürger hatten die Möglichkeit, über einen Friedhof abzustimmen, der pro Jahr ein Defizit von bis zu 100.000 Euro verursacht hätte. „Ich begrüße die Eindeutigkeit der Entscheidung. Damit ist das Thema Friedhof beendet“, betonte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Schenefeld, die Stadt ohne Friedhof, ringt seit vier Jahrzehnten um eine letzte Ruhestätte. Die OfS hatte den Bürgerentscheid politisch auf den Weg gebracht und sich für einen Friedhof stark gemacht. „Die Bürger haben entschieden. Das ist wichtig“, sagte OfS-Fraktionschef Jörg Evers. „Die Bürger setzen Prioritäten. Der Friedhof ist so überflüssig wie ein Kropf“, betonte BfB-Ratsherr Manfred Pfitzner.

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erstellt am 26.Mai.2014 | 11:45 Uhr

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