zur Navigation springen

Bürgerbeteiligung : Schenefeld arbeitet an seinem Stadtkern

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Mehr als 100 Einwohner beteiligen sich an der Bürgerwerkstatt, ein Planungsbüro wird die Ideen und Vorschläge daraus prüfen und aufbereiten.

Schenefeld | Schenefelds Traum von einem richtigen Stadtkern: Die Bürger machen mit, bringen sich und ihre Ideen ein. Mehr als 100 Schenefelder arbeiteten am Mittwochabend im Rathaus bei der Bürgerwerkstatt drei Stunden lang an einem Zentrum für ihre Stadt. „Die Diskussion verlief sehr kontrovers, aber sie war fruchtbar“, freute sich Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann. Auch Bürgermeisterin Christiane Küchenhof lobte den Einsatz und das Engagement der „Städtebauer“. Es sei „wunderbar, wie Schenefeld die Menschen begeistert“, sagte die Verwaltungschefin.

Inhaltlich wurde sich dem Themenkomplex in verschiedenen Arbeitsgruppen genähert. Betreut wurden sie von Mitarbeitern des Planungsbüros Baumgart und Partner (BPW), das am Ende des Prozesses ein Konzept für die Realisierung eines Stadtkerns vorlegen wird.

Im Fokus steht der Bau eines Bürgerzentrums als neues pulsierendes Herz der Stadt. Frank Schlegelmilch von BPW informierte über die Ergebnisse der „Bürgerzentrums“-Gruppe: Dort ging es vor allem um die Nutzungen, die die Bürger als notwendig erachten. Es geht um einen Marktplatz, ein Café, einen Veranstaltungsraum, das Bürgerbüro, Kinder-und Jugendangebote, die Bücherei, Ausstellungen, Begegnungsstätte, Sportverein, Standesamt, Spiely und Volkshochschule. „Es hat sich um eine unglaublich konstruktive Gruppe gehandelt“, lobte Schlegelmilch. Die Bürger wünschen sich eine barrierefreie, identitätsstiftende, multifunktionale Stadtmitte. Dorf und Siedlung sollen verschmelzen und Verbindungen zwischen Jung und Alt entstehen.

Drei Standorte sind für das Zentrum im Gespräch

Drei Standorte sind für das neue Bürgerzentrum im Gespräch: Die Fläche zwischen dem Rathaus und dem „Stadtzentrum“, also südlich der LSE. Im Norden das Areal zwischen Bürgerwiese und Einkaufszentrum sowie die Fläche nah am „Stadtzentrum“ östlich der Industriestraße.

Gute Ideen gab es auch in den anderen Gruppen. Die „AG Freiräume“ möchte vorhandene Wege kennzeichnen, legt Wert „auf runde Wege“ und „keine harten Knicke“. Gepflegte Rasenflächen sollen stärker gegliedert werden. Die Entwicklung eines Schulgartens ist denkbar. Es wurde unter anderem beanstandet, dass es im Stadtbild viele „nicht vernetzte Einzelinseln“ gäbe. Die Bürger kritisierten zudem das Fehlen einer Außengastronomie. Zur Überwindung der LSE wurde eine breitere, gläserne Bücke über die vierspurige Straße in die Diskussion eingebracht. Zum Charme und Flair der Stadt könnte eine nachhaltige Architektur beitragen.

Keine Frage: Schenefelds Stadtkern-Projekt wird Millionen kosten. Doch durch die Aufnahme ins Städtebauförderprogramm von Bund und Land können in den kommenden Jahren auch Millionen nach Schenefeld fließen. 2,1 Millionen Euro wurde bereits bewilligt.

Erst der Jugendworkshop, dann die Bürgerwerkstatt: Jetzt wird das Plangsbüro alle Ideen und Vorschläge bündeln und aufarbeiten. Im Frühjahr 2016 soll dann den Schenefeldern ein Konzept präsentiert werden.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen