Abstimmung mit den Schulleitern : Sanierung des Schulzentrums Schenefeld: Neubau soll für Entlastung sorgen

Das Schulzentrum soll erneuert werden.

Das Schulzentrum soll erneuert werden.

Ausschuss für Schule, Sport und Kultur bringt Raumkonzept für das Schulzentrum auf den Weg.

shz.de von
24. Mai 2018, 12:00 Uhr

Schenefeld | Womit sollen wir anfangen? Was ist am Wichtigsten? Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Mathias Schmitz brachte im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur auf den Punkt, was die Politiker bei der Planung der Sanierung des Schulzentrums bewegte. Schnell herrschte Einigkeit, wie ein Vorgehen aussehen könnte.

„Wir brauchen einen Neubau voll unterkellert, in dem Klassen- und Unterrichtsräume und eventuell Fachräume entstehen“, sagte Hans-Jürgen Rüpcke (CDU). So könnte Platz im bisherigen Schulgebäude geschaffen werden, um dort die Sanierung voranzubringen. „In dem Gebäude kann man unglaublich viel machen. Die Statik ist ok. Nur an den Dächern und beim Brandschutz gibt es Sanierungsbedarf. Aber das sollte in den Griff zu bekommen sein“, sagte Rüpcke. Er schlug eine dreigeschossige Bauweise vor. „Da bin ich voll und ganz bei Dir“, sagte Schmitz.

Ausschussmitglieder unschlüssig

„Unsere Fraktion tut sich schwer, zu bewerten, welche Räume wie groß sein müssen“, sagte Andreas Wilken (Offensive für Schenefeld). Entscheidend sei, was sich die Stadt leisten könne. Welcher Raum soll wie groß sein? Welche Räume sind notwendig? Die Ausschussmitglieder waren unschlüssig, wie die Räumlichkeiten aufgestellt werden sollen. „Wir sollten, was die Schulen angemeldet haben, als Grundlage nehmen“, schlug Nils Wieruch (SPD) vor. Der Ausschussvorsitzende Tobias Löffler (CDU) hatte die letzten Diskussionen dokumentiert. „Ich denke, dass wir in vielen Punkten bereits Konsens haben“, so Löffler.

Klassenzimmer sollen Grundsätzlich eine Größe von 60 Quadratmetern haben. „Es macht keinen Sinn, Klassenzimmer, die wir bereits renoviert haben, komplett umzubauen“, merkte Doris Knabbe (Grüne) an. Bei neuen Räumen soll mit einer Größe von 70 Quadratmetern geplant werden. Lehrerruhe- und Arbeitsräume sollen entstehen. „Bei Funktionsräumen wie Bibliothek, Lernräumen oder Vorbereitungsräumen wäre eine Abstimmung der Schulen wünschenswert, um Synergien zu nutzen“, sagte Löffler. Die Cafeterien sollen in die Mensa integriert werden. Bevor der Architektenwettbewerb beginnt, wollen die Politiker sich die vom Planungsbüro Drees und Sommer erstellte Ausschreibung noch einmal vorlegen lassen. „Was wir nicht abgeben können, ist die Baubetreuungsfunktion. Wenn man zuhause etwas umbaut, muss man auch vorgeben, was wohin soll und wie es funktionieren soll“, sagte Rüpcke.

Notwendigkeit der Fachräume

Die Abstimmung für die Ausschreibung soll nun zwischen den Schulen und dem Planungsbüro erfolgen. Vor allem die Frage nach der Notwendigkeit der Fachräume bewegte die Besucher. „Es scheint nicht so, dass unser Vorschlag für das Raumkonzept grob irrsinnig ist“, sagte Jörg Frobieter, Schulleiter des Gymnasiums, über das mit Dirk Ziegenhagen, Leiter der Gemeinschaftsschule, erarbeitete Konzept. „Wir denken, dass es wichtig ist, es nicht als das Gymnasium oder die Gemeinschaftsschule zu sehen, sondern als das Schulzentrum“, so Frobieter. Das sei ihm vor allem auch mit Blick auf die Ganztagsbetreuung wichtig.

„Wir können ihnen heute nicht versprechen, dass das Raumkonzept eins zu eins umgesetzt wird, aber wir werden unser Bestes tun“, sagte Wieruch. Der Ausschuss stimmte einstimmig für das Konzept der Schulen plus die eingebrachten Änderungen. „Was heute wichtig ist, ist, dass Drees und Sommer den Auftrag ermitteln, wie viele Quadratmeter für den Neubau notwendig sind“, fasste Schmitz zusammen.

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