Schulsanierung : Sanierung der Grundschule Altgemeinde in Schenefeld verzögert sich

In den Schulen laufen die Arbeiten noch. Unter anderem werden die Räume gestrichen.
In den Schulen laufen die Arbeiten noch. Unter anderem werden die Räume gestrichen.

Unvorhersehbare Reparaturen am Dach notwendig. In allen Schulen werden wieder Klassenräume auf den neuesten Stand gebracht.

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09. August 2018, 12:00 Uhr

Die Klassenraumsanierung in Schenefeld läuft: Auch in diesen Sommerferien sind die Handwerker wieder fleißig und arbeiten daran, den Schülern ein besseres Ambiente zu bieten. Laut Bauamtschef Andreas Bothing sind diesmal sieben Klassenräume im Gymnasium, sechs Klassen- und vier Nebenräume in der Gemeinschaftsschule, vier Klassenräume in der Grundschule Altgemeinde und vier Klassen- sowie ein Gruppenraum in der Gorch-Fock-Schule dran. Insgesamt nimmt die Stadt fast eine Million Euro in die Hand: 970.000 Euro sind laut Bothing vorgesehen.

Bauamtschef Andreas Bothing.
Christian Brameshuber
Bauamtschef Andreas Bothing.
 

Unter anderem wird derzeit auch ein Teil der Sanitärbereiche an der Gorch-Fock-Grundschule saniert. Dass dort nicht alle Toilettenräume erneuert werden, liege daran, dass noch unklar sei, ob es günstiger ist, neue Anlagen einzubauen oder die bestehenden zu sanieren. In der Gorch-Fock-Schule sind ansonsten fast alle Klassen auf den neuesten Stand gebracht. Nur vier fehlen nach Angaben des Bauamtsleiters noch. Dann verfügen dort alle Klassen über den Standard, der 2016 von der Politik für alle Schulen festgelegt worden ist – zum Beispiel wenn es um Beleuchtung, Akustik, Sonnenschutz und Heizung geht.

Baustopp: Das Dach muss erst saniert werden, bevor es in diesem Raum weitergeht.
Tanja Plock
Baustopp: Das Dach muss erst saniert werden, bevor es in diesem Raum weitergeht.
 

Allerdings läuft diesmal nicht alles nach Plan. An der Grundschule Altgemeinde können einzelne Klassenräume erst während des Schulbetriebs fertiggestellt werden, führt Bothing aus. Dort habe sich „unvorhersehbarer Reparaturbedarf am Dach“ ergeben. Dies müsse erst instandgesetzt werden. Allerdings sei es schwierig, Firmen dafür zu finden. Viele seien ausgebucht.

Probleme am Dach

Probleme am Dach gibt es auch am Gymnasium. Da teilweise Wasser eingedrungen ist, muss das Dach repariert werden. Eine weitere Schicht aufzutragen sei aber keine Lösung. Da in der Vergangenheit häufig so verfahren wurde, sei bei einer weiteren Schicht die Tragfähigkeit beeinträchtigt. Deshalb müssen zunächst alte Schichten abgetragen werden, bevor eine neue aufgetragen wird. Bothing rechnet nicht mehr mit einer Fertigstellung in diesem Jahr. Bei der Grundschule hofft er, dass die Arbeiten in den Herbstferien durchgeführt werden können.

An der Grundschule Altgemeinde können die Klassenraumsanierungen planmäßig im nächsten Jahr abgeschlossen werden – wenn die Politik erneut Geld dafür in den Haushalt einstellt. „Von der Kapazität her ist dies leistbar“, erläutert Bothing. Am Schulzentrum sei das Potenzial aufgrund der laufenden Planungen jedoch nun ausgeschöpft. Durch den geplanten Architektenwettbewerb, der demnächst ansteht, um die weiterführende Schule von Grund auf zu sanieren, ist bei den restlichen Räumen unklar, ob diese so bestehen bleiben werden.

Vor zwei Jahren wurden für alle Klassenraumsanierungen folgende Standards festgelegt:

 Estrich:  Der Zustand wird überprüft – wenn nötig erneuert. Bodenbeläge: Linoleum oder Kautschuk werden eingesetzt. Wände: Der Putz wird ausgebessert, die Wände neu gestrichen. Pro Klassenstufe wird ein Raum so gestaltet, dass er für hörgeschädigte Schüler geeignet  ist. Steckdosen und Schalter: Je nach Bedarf wird das Schalterprogramm vereinheitlicht. Interaktives Board: Es werden Anschlüsse für interaktive Touchboards vorgesehen. Türen und Fenster: Eine Sanierung der Fenster ist nicht erforderlich. Der Zustand der Türen soll geprüft werden, wenn nötig erfolgt ein Austausch. Sie erhalten einen Außenknauf. Sonnenschutz: Alle Klassenräume mit Ausrichtung nach Osten, Süden oder Westen erhalten elektrischen, außenliegenden Sonnenschutz. Heizungsanlage: Die Temperaturregelung soll zentral erfolgen. Decken: Die Decken werden schallgedämmt und abgehängt. Deckenbeleuchtung: Die Beleuchtung  wird mit  Präsenzmeldern, Tageslichtsensoren und  seperater Schaltung versehen.  LED-Leuchten und Lautsprecher  werden integriert. Es gibt eine separate Tafelbeleuchtung.

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