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Schenefelder Tageblatt

17. August 2017 | 04:37 Uhr

Schenefeld : Rettungsdienst: Bürger atmen auf

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Zwölf-Minuten-Frist wird auch eingehalten, wenn ab 2016 die Rettungswagen aus Pinneberg nach Schenefeld fahren.

Schenefeld | Wenn es im Notfall um Minuten geht, ist Hamburg ganz nah und Pinneberg scheint weit weg. Die Nachricht, dass  ab 2016 die Rettungswagen nicht mehr aus der Hansestadt, sondern aus der Kreisstadt kommen, sorgte in Schenefeld für erhebliche Unruhe – vor allem bei den älteren Bürgern. Doch Schenefeld kann aufatmen. Die schnelle Hilfe ist für das gesamte Stadtgebiet gewährleistet. Das sicherte Michael Reis, Geschäftsführer der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein, am Dienstagabend im Hauptausschuss nicht nur den Politikern, sondern auch den zahlreich erschienenen Bürgern zu. „In 90 Prozent aller Notfälle halten wir die gesetzlich vorgeschriebene Zwölf-Minuten-Frist ein“, sagte Reis. In 75 Prozent der Fälle sei der Rettungswagen sogar innerhalb von acht Minuten vor Ort. „Es kommt immer das am schnellsten verfügbare Fahrzeug“, betonte Stephan Bandlow, Chef der Rettungsleitstelle in Elmshorn. Und wenn im Ballungsraum Pinneberg, Rellingen und Halstenbek kein Rettungswagen verfügbar sei, würden die Hamburger Kollegen aushelfen. In Schenefeld selbst wird laut Reis kein Rettungswagen stationiert. Um die zusätzlich anfallenden Notfälle bewältigen zu können, werde die Fahrzeugflotte in Pinneberg aufgestockt. Und auch beim zweiten Knackpunkt konnte Reis für Entwarnung sorgen und die aufgebrachten Gemüter beruhigen. Die Patienten können selbst bestimmen, in welches Krankenhaus sie gebracht werden möchten. Allerdings mit Einschränkungen. Reis: „Das Krankenhaus muss geeignet sein und über Aufnahmekapazitäten verfügen.“

Die Begründung für das neue Konzept liegt in der Umstellung des Festnetzes durch die Telekom. Wer ab 2016 die Notrufnummer 112 wählt, landet nicht mehr in Hamburg, sondern in der Rettungsleitstelle in Elmshorn. Dort wird der Einsatz koordiniert. Laut Reis werden die Schenefelder die Umstellung kaum bemerken. Seit 2014 seien schon 40 Prozent der Einsätze in Schenefeld von Pinnebergs Rettern gefahren worden.

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erstellt am 19.Mär.2015 | 17:00 Uhr

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