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Schenefelder Tageblatt

17. August 2017 | 15:52 Uhr

"Radfahrer-Rächer" lässt Fäuste sprechen

vom

PINNEBERG | Gleich mehrere Faustschläge ins Gesicht hat ein 19-jähriger Autofahrer aus Pinneberg kassiert, nachdem er einen 24-jährigen Rennradfahrer am späten Donnerstagabend in der Richard-Köhn-Straße in Pinneberg beim Linksabbiegen über den Haufen gefahren hatte. Die Fäuste spielen ließ ein selbst ernannter "Radfahrer-Rächer", ein 25 Jahre alter unbeteiligter Zeuge des Verkehrsunfalls aus Pinneberg, wie Polizeisprecherin Sandra Mohr berichtet.

"Solche Leute müssen geschlagen werden", rechtfertigte sich der Pinneberger nach Polizeiangaben für seine Tat, für die er eine Anzeige wegen Körperverletzung erhielt.

Der 19-jährige Fahrer hatte mit seinem Auto kurz vor 22 Uhr noch vor Ladenschluss einen Supermarkt erreichen wollen, als er beim Linksabbiegen auf einen Parkplatz den Radfahrer, der ohne Licht fuhr, übersah. Es kam zur Kollision, der Radfahrer stürzte und wurde anschließend mit Verdacht auf Halswirbelschleudertrauma und mit einer Platzwunde sowie Abschürfungen ins Krankenhaus gebracht.

Der Unfallverursacher blieb zunächst unverletzt, bis der "Radfahrer-Rächer" zuschlug. Der 25-Jährige habe sich danach weiterhin am Tatort aufgehalten und sei sich seiner Sache sehr sicher gewesen, erklärte die Polizeisprecherin. "Es ist ein bisschen kurios und kommt nicht oft vor, dass jemand sich dazu berufen fühlt, eine Strafe zu verteilen", sagte Mohr. Rechtens sei das nicht. Dass sich Unfallbeteiligte "in die Haare kriegen oder sich gegenseitig körperlich an den Kragen wollen", käme hingegen öfter vor. Auch Streits um Parkplätze würden schon mal soweit ausarten, dass Polizeibeamte einschreiten müssten.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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