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Ponyreiten, Klettern und Spielen : So aktiv ist der Klövensteen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Klövensteen hat gastronomische Angebote und Plätze zum Toben in petto.

Schenefeld | Ein tiefer Atemzug der frischen Waldluft und die Sorgen des Alltags sind vergessen. Seit mehr als 100 Jahren ist der Forst Klövensteen ein beliebtes Ausflugsziel im Süden Pinnebergs. Besuchern, egal, ob zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Pferd, bietet der facettenreiche Wald eine Fülle an Freizeitaktivitäten. Der Klövensteen und das darin liegende Naturschutzgebiet Schnaakenmoor laden regelrecht zu Ausflügen ein. Inline-Skater und Jogger finden asphaltierte Straßen und grasbewachsene Pfade zwischen dichtem Baumbestand vor. Im Wildgehege können die Besucher Wild, Waschbären und Uhus entdecken.

Am Klövensteenweg / Ecke Schnaakenmoor befindet sich ein großer Spielplatz mit Schaukeln, einer Rutsche, einem Klettergerüst und reichlich Platz zum Austoben. Bänke und Tische bieten die Möglichkeit für ein entspanntes Picknick. Wer kein Lunchpaket dabei hat, der findet im Klövensteen einige gastronomische Anlaufstellen. Die Pony-Waldschänke befindet sich in der Nähe des eben genannten Spielplatzes. Beim Wildgehege ist hingegen die Kleine Waldschänke beheimatet. Auch dort stehen Rutsche, Schaukel und weitere Spielgeräte für die jungen Besucher bereit.

Die Pony-Waldschänke gehört bereits seit Jahrzehnten zu den bekannten Ausflugszielen im Wald. Hans Niemczyk hat Anfang der 1930er Jahre die Gaststätte eröffnet und entwickelte sie zu einem beliebten Treffpunkt. Margit Hergt bewirtschaftete die Gaststätte ab 1947. Seit fast sieben Jahren leiten Stavrula Glogovac (37) zusammen mit ihrem Mann Aleksander (37) das Restaurant. Das Wedeler Ehepaar kümmert sich um alles, was anfällt. Stavrula Glogovac ist stolz, dass auch prominente Gäste bei ihr einkehren. Zum Beispiel Moderatorin Caroline Beil und Schauspielerin Jenny Elvers.

Der wahre Chef der Gaststätte ist aber ein anderer: Auf der Terrasse dreht Hahn Josef seine Runden und ist auf der Suche nach Krümeln. „Er frisst sogar aus der Hand“, berichtet die Wirtin. Außer Speisen und Getränken bietet die Waldgaststätte auch Reitausflüge an. Dieses Angebot ist eine alte Tradition der Gaststätte, die Stavrula Glogovac besonders am Herzen liegt. „Schon als kleines Mädchen war ich mit meinem Onkel hier zum Ponyreiten“, erinnert sie sich.

Der Klövensteen ist für sie und ihre Angestellten ein ganz besonderer Arbeitsplatz. „Die Fahrt mit dem Cabrio ist wie ein Stück Urlaub“, berichtet die Gastronomin von ihrem täglichen Arbeitsweg durch den Forst. Auch in ihrer Freizeit ist sie mit ihrer kleinen Tochter Aleksandra gern im Klövensteen unterwegs. Dort kann sie fern der Stadt abschalten und den Stress von sich abfallen lassen. Die einjährige Tochter mache den Wald bereits zu ihrem eigenen Spielplatz.

Zu den neueren Anlaufstellen im Klövensteen zählt die Kleine Waldschänke. Die Betreiber sind Arien und Karen Rolfsen aus Wedel. Vor zehn Jahren haben sie den ehemaligen Kiosk umgebaut und zur jetzigen Gaststätte umgebaut. Auch Sohn Andre Rolfsen hilft in dem Familienunternehmen mit, wenn in der Kleinen Waldschänke Not am Mann ist. Die Familie fühle sich eng mit dem Forst verbunden. Das zeige sich auch an der Inneneinrichtung des Lokals, sagt Andre Rolfsen. „Ich war früher gern mit meiner kleinen Schwester im Wildgehege. Wir haben uns da die Tiere angeguckt“, berichtet er. Sein Lieblingsort ist dementsprechend bis heute im Wildgehege – die Aussichtsplattform am Wildschweingehege gefällt ihm bis heute.

Wer sich genauer für den Wald interessiert, kann zudem an einer der vielen kostenlosen Waldführungen teilnehmen, die Heidi Mayerhöfer für die Stadt Hamburg und Volkshochschulen anbietet. Am Sonnabend, 1. Juli, geht es beispielsweise um die Eibe – eine der ältesten Baumarten Europas. Los geht’s um 11 Uhr. Weitere Informationen, Details zum Ablauf und weitere Termine hat die Wald-Expertin unter Telefon 04101-8317190.

Der Name Klövensteen geht angeblich auf eine Sage zurück. Demnach  bedeutet der Name „gespaltener Stein“. So lautet die Geschichte, die man sich erzählt: Als der Klövensteen nur wenige Bäume, Sträucher und Steine hatte, trieben kleine Teufel ihr Unwesen. Zwei hüpften auf einem Stein umher. Sie waren auf Seelenfang – denn im Wald hatten sie das Sagen. Da aber keine Seele zu finden war an diesem Tag, wurden sie missmutig und trauten sich nicht heim. Da kam der Förster an. „Was macht Ihr hier?“, fragte er. Die Teufel erschraken und fingen an zu stottern. „Wir tun nichts. Wir gehen hier nur so herum“, antworteten sie. „Dann macht, dass Ihr weiter kommt“, herrschte der Förster sie an. „Wir können aber nicht weiter. Der  Stein liegt im Weg und wir können ihn nicht spalten“, argumentierten die Teufel. Der Förster überlegte, holte dann Schwarzpulver und sein Handwerkszeug. Die Teufel sollten sich auf den Stein setzen. Sie hockten sich dorthin und wurden dort vom Förster  mit dem Stein in die Luft gejagt. Seitdem hat niemand wieder einen Teufel dort gesehen – und der Stein war gespalten.
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