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Schenefeld : Politik will den Weihnachtsmarkt retten

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Neues Konzept soll schon 2015 umgesetzt werden. Budendorf mit Vereinen und Verbänden aus Schenefeld sowie externen Anbietern geplant.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Schenefeld | Die Entscheidung ist glasklar. Schenefeld will den Weihnachtsmarkt. Aber kann Schenefeld auch Weihnachtsmarkt? Die Feuerprobe gilt es schon in diesem Jahr zu bestehen.

Die Einigkeit im Hauptausschuss war am Dienstagabend groß. Ein weiter so darf es nicht geben. „Sonst ist der Schenefelder Weihnachtsmarkt in wenigen Jahren tot“, prophezeite Grünen-Chef Mathias Schmitz. Niemand widersprach.

Seit Jahren wird der Adventsmarkt vor dem Rathaus allein von Vereinen und Verbänden getragen. Einzigartig im Kreis Pinneberg, aber in den vergangenen Jahren wurde das Eintagesfest immer trostloser. Wenig Stände, wenig Besucher. Es fehlte an Atmosphäre, an Charme und Angeboten. 2014 läutete die Politik schon die Totenglocken.

Jetzt hat sie einen Auftrag: Rettet den Weihnachtsmarkt! „Er muss attraktiver und moderner werden“, forderte CDU-Ratsherr Klaus Brüning. Der Plan: In diesem Jahr sollen auch kommerzielle Anbieter nach Schenefeld kommen und ihre Angebote präsentieren, sowohl kulinarisch als auch im Bereich Kunsthandwerk – ergänzend zu dem, was die Vereine und Verbände auf die Beine stellen.

Die Zeit der kunterbunten Pavillons ist vorbei. Vor dem Rathaus soll ein richtiges Budendorf entstehen und endlich vorweihnachtliche Atmosphäre verbreiten. Schenefeld nimmt also Geld in die Hand, um den Markt aufzuwerten. Buden mieten oder kaufen? Diese Entscheidung muss noch getroffen werden.

Auch beim Zeitraum soll es Änderungen geben. An zwei Tage soll der Weihnachtsmarkt künftig wieder zu einem echten Treffpunkt für die Schenefelder werden. „Für einen eintägigen Weihnachtsmarkt wird es fast unmöglich, gewerbliche Anbieter zu finden, die hochwertiges Kunsthandwerk präsentieren“, sagte Schenefelds Bürochef Melf Kayser. Am Standort Rathausvorplatz will die Politik nicht rütteln. Es gab auch Überlegungen, den Markt an das „Stadtzentrum“ anzudocken. Die Organisation der Veranstaltung wird weiter bei der Stadt bleiben.

„Schenefeld behält seinen Weihnachtsmarkt. Das ist eine gute Nachricht und ein positives Signal“, sagte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Die Stadt drückt aufs Tempo. Als nächstes wird es ein Info-Treffen mit den Vereinen und Verbänden und Bürgern geben, die sich engagieren wollen, um noch weitere Ideen zu sammeln. Jetzt beginnt die Arbeit. Schenefeld will beweisen, dass es auch Weihnachtsmarkt kann.

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