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Schenefelder Lebenshilfe : Pizza und Pasta im Gewächshaus?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Für das leerstehende Gebäude der Lebenshilfe ist Gastronomie mit italienischer Küche geplant. Die Politik steht dem Konzept positiv gegenüber.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Kampfabstimmungen und jede Menge Redebeiträge – es ging hoch her im Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend. Diskussionen gab es unter anderem über die von der Stadt Hamburg geplante Erneuerung der Kreuzung Altonaer Chaussee/Gorch-Fock-Straße/Engelbrechtsweg (siehe Bericht links). Einigkeit herrschte hingegen bei zwei wichtigen Themen: Die Ausschussmitglieder stehen sowohl einem Grünen Ring für die Stadt als auch der Ansiedlung eines Gastronomiebetriebs in dem Lebenshilfe-Gewächshaus an der Blankeneser Chaussee positiv gegenüber.

Lebenshilfe-Geschäftsführerin Christine Heins war persönlich zur Sitzung erschienen, um das Konzept für die Umnutzung des Gewächshauses vorzustellen. „Einen Betreiber für eine identische Nutzung mit einem Pflanzenbetrieb zu finden, ist unrealistisch“, stellte Heins gleich zu Beginn fest. Stattdessen soll ein Gastronomiebetrieb einziehen (wir berichteten). Und die Geschäftsführerin wurde konkret: Geplant sei, italienische Küche – etwa in Form einer Pizzeria, Focacceria und Antipasteria – anzubieten. Ein Betreiber stünde laut Heins parat. Das Konzept sieht einen Erhalt der Außenfassade vor, Innen soll neu gebaut werden. Hier sollen eine Küche mit Kühlung, Sanitäranlagen sowie ein Tresenbereich untergebracht werden. Den Mittelpunkt des Ganzen bildet laut Plan ein original italienischer Pizzaofen. Dank der großen Fläche könnte der Raum zudem für Veranstaltungen und Feiern genutzt werden.

„Wir wollen einen Mehrwert für die Stadt schaffen, das Stadtbild erhalten und den Verfall des Gebäudes verhindern“, erläuterte Heins die Ziele. Zudem garantiere der Betreiber, für Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze zu schaffen. Eine Tatsache, die nicht nur Heins, sondern auch den Politikern wichtig ist.

Doch ob der Gastronomiebetrieb wirklich kommt, ist allerdings alles andere als sicher. Denn, wie berichtet, steht die Außenbereichssatzung der Stadt Schenefeld dem entgegen. Diese sieht die Betriebsart „Gastronomie und Pflanzenhandel“ nicht vor und müsste dementsprechend geändert werden, wie Günter Leimert, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt bestätigte. Zudem äußerten einige Ausschussmitglieder, insbesondere Holm Becker (CDU), Bedenken hinsichtlich der Gleichbehandlung. Denn dem ehemaligen Nachbarn, einem Gärtnereibetrieb, verweigerten die Politiker damals die Erlaubnis, an einen Betreiber zu verkaufen, der dort einen Pflanzenhandel mit Beratung und Verkauf einrichten wollte. Für die Politiker besteht deswegen Diskussionsbedarf. Ergebnis: Das Konzept wird nun zunächst in den Fraktionen besprochen.

Die Idee des Landschaftsarchitekten Dirk Matzen, einen Grünen Ring für Schenefeld – ein Weg nur für Radler, Fußgänger und Skater durch die Natur – einzurichten, stieß hingegen durchweg auf positives Echo. Entsprechend wurde die Verwaltung damit beauftragt, erste Vorschläge für die Realisierung zu erarbeiten. Auch unter dem Aspekt, welche Kosten damit verbunden sind – darauf legten die Politiker wert.

 

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