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Stadtkern Schenefeld : Phase zwei ist gezündet

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Wird der Holstenplatz zum Vorplatz des neuen Bürgerzentrums? Planer Frank Schlegelmilch: „Schenefeld braucht etwas Besonderes“.

Schenefeld | „Schenefeld ist mit nichts vergleichbar“, sagt Frank Schlegelmilch. Und bei diesem Satz muss er selbst ein bisschen lächeln. Denn der Diplom-Ingenieur vom Büro Baumgart und Partner hat in puncto Stadtkernentwicklung schon viele Projekte betreut, viele Innenstädte gesehen. „Ich hatte es aber noch nie mit einer City zu tun, die es gar nicht gibt“, sagt der Stadtplaner.

Schlegelmilch und sein Team arbeiten seit Wochen an einem Konzept für ein echtes Zentrum in Schenefeld. Die Mängelanalyse ist abgeschlossen. Die Stadt- und Raumplaner haben jetzt Phase zwei gestartet. Aus den Mängeln sollen jetzt konkrete Maßnahmen werden. Die City soll gestaltet und geschaffen werden. „Das ist die spannendste Phase“, sagt der Experte, „und die wichtigste für die Bürgerbeteiligung“. Noch in diesem Monat wird es einen Jugendworkshop und eine Bürgerwerkstatt geben.

Schlegelmilch steht mit Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann am Ende des Holstenplatzes, vor der Ampel, an der es hinüber über die LSE in Richtung Einkaufszentrum geht. Die beiden stehen in Schenefelds Mitte und gleichzeitig im stadtplanerischen Nirwana. „Das sieht ein bisschen wie eine Resterampe aus“, sagt Schlegelmilch. Sein Blick geht in Richtung Rathaus. „Das ist eine große Spielfläche, die wir zur Verfügung haben“, betont der Planer. In Gedanken ist er bei dem Bürgerzentrum, das den wohl entscheidenden Meilenstein im Zentrums-Masterplan darstellt. Die „Resterampe“ ist ein möglicher Standort für das Gebäude – auch für Dallmann. „Der Holstenplatz könnte zum Vorplatz des neuen Bürgerzentrums werden“, sagt Schlegelmilch. Eine solche Lösung hätte für den Planer Charme, das merkt man ihm an. Die Plätze könnten so miteinander verbunden werden.

Ein Bürgerzentrum südlich der LSE, in Rathausnähe: Das ist auch politisch gewollt und hat Priorität für die Verantwortlichen. Im Rathausumfeld gehören der Stadt mehrere Gebäude und Grundstücke. In diesem Bereich kann sie handeln, kann sie agieren. „Das ist ein Glücksfall“, sagt Schlegelmilch. Er warnt davor, sich bei diesem Mammutprojekt in der Umsetzung von einzelnen Grundstückseigentümern abhängig zu machen.

Schlegelmilch will den Schenefeldern kein Konzept überstülpen. Ihm geht es um Varianten, um Lösungsansätze, um die Vor- und Nachteile. Auch im Bereich Timmermannsweg könnte er sich ein Bürgerzentrum als neuen Anlaufpunkt, als zentralen Kommunikationspunkt, als Herz der Stadt vorstellen. Einen Rat gibt Schlegelmilch den Schenefeldern aber mit auf den Entscheidungsweg. „Sie sollten kreativ und mutig sein. Diese Stadt braucht etwas Besonderes.“ Die Schenefelder sollten bei ihrem Zentrum lieber zu groß als zu klein denken. Für Dallmann könnte das Bürgerzentrum eine Leitbildfunktion in der Stadt übernehmen. Nach Phase zwei kommt bekanntlich Phase drei. Und dann wird Schlegelmilch seine mit den Bürgern erarbeiteten Vorschläge auch mit entsprechenden Kosten hinterlegen. Dann wird sich zeigen, wie mutig Schenefelds Entscheidungsträger sind.

Ein echter Stadtkern: Schenefelds Bürger reden mit und planen mit. Für Freitag, 18. September, laden die Stadt und das Planungsbüro zum Jugendworkshop ins Schenefelder Rathaus ein. Von 14 bis 16.30 Uhr soll die junge Generation  ihre  Ideen und Vorschläge einbringen. Thematisch geht es unter anderem um die Bürgerwiese und das „Stadtzentrum“ inklusive Umfeld. In der Bürgerwerkstatt am Mittwoch, 23. September, soll unter anderem ein Konzept für ein Bürgerzentrum erarbeitet werden. Von 18 bis 21 Uhr werden sich im Rathaus Arbeitsgruppen mit einzelnen Teilräumen beschäftigen.
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erstellt am 05.Sep.2015 | 10:00 Uhr

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