„2018: Das wird mein Jahr!“ : Paula ist krebsfrei

Ein starkes Team: Paula (links) und Cathrin Rüpcke.
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Ein starkes Team: Paula (links) und Cathrin Rüpcke.

Für die 16 Jahre alte Schenefelderin beginnt nun ein neues Leben nach der Leukämie, an der sie im Februar erkrankte. Mehr als 3000 Menschen aus dem Kreis Pinneberg zeigten sich damals solidarisch.

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30. Dezember 2017, 14:00 Uhr

Schenefeld | 2017 war das härteste Jahr im Leben von Paula Rüpcke. Die 16-Jährige bekam im Februar die niederschmetternde Diagnose akute Leukämie. Für die Schenefelderin begann ein kräftezehrender Kampf.

Die Feuerwehr organisierte mit der DKMS eine Typisierungsaktion, zu der mehr als 3000 Menschen kamen. Ihr Spender war nicht dabei. Laut Pressesprecher Dennis Fuchs gab es dabei aber drei Treffer für andere Erkrankte.

Paula selbst hatte auch Glück im Unglück: Gleich drei Spender mit passender DNA wurden bei anderen Typisierungsaktionen gefunden. Seitdem hatte sie mit heftigen Nebenwirkungen zu kämpfen. Das Immunsystem muss sich neu bilden. Nun kam die gute Nachricht: „Paula ist krebsfrei“, berichtet Mutter Cathrin Rüpcke, die die ganze Zeit nicht von der Seite ihrer Tochter wich. „Wir gehen davon aus, dass der Krebs nicht mehr wieder kommt.“

Bis dahin „war es ein langer und harter Weg“, urteilt die 16-Jährige. „Aber letztendlich bin ich froh, dass ich so weit gekommen bin.“

2018 soll Paulas Jahr werden. Da sind sich Mutter und Tochter einig. Ab Januar wird sie wieder zu Hause unterrichtet. Nach Ostern geht es zurück ans Gymnasium, wenn der gesundheitliche Zustand bis dahin stabil ist. Zwei- bis dreimal pro Woche muss die Schenefelderin noch zu Untersuchungen im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Ansonsten ist sie daheim. 2018 hat Paula viel vor: Sie will ihren Führerschein machen. Im Sommer steht ein gemeinsamer Urlaub für die ganze Familie an, bei dem der zweite Geburtstag gefeiert werden soll – der Tag der lebensrettenden Transplantation von Stammzellen. „Das haben wir uns verdient“, sagt die Mutter.

Die Familie ist glücklich über die große Unterstützung, die sie erfahren hat – von der Feuerwehr, dem UKE, der DKMS und weiteren Organisationen. Paula und ihre Mutter haben für das neue Jahr vor allem einen Wunsch: Gesundheit. „Dass das Schicksal um uns von nun an einen Bogen macht“, formuliert Cathrin Rüpcke. „Und dass ich nicht mehr so oft im Krankenhaus sein muss“, ergänzt die Schülerin. Ansonsten hat sie vergleichbar kleine Wünsche: Reiten gehen und wieder öffentliche Verkehrsmittel nutzen können.

Der Zusammenhalt der Familie ist spürbar. „Wir haben das ganz gut hinbekommen“, urteilt auch Cathrin Rüpcke. Einen Berufswunsch hat Paula nach all den Krankenhausaufenthalten nun auch: Sie will Ärztin werden.

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