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Schenefelder Tageblatt

20. Oktober 2017 | 01:54 Uhr

Schenefeld : Obdachlos nach Küchenbrand

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schwerer Schicksalsschlag: Eine junge Familie verliert nach einem Feuer ihr Hab und Gut - jetzt ist sie auf Spenden angewiesen.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Am Dienstagnachmittag vor zwei Wochen änderte sich das Leben einer jungen Schenefelder Familie schlagartig: Ein eingeschalteter Herd sorgte für einen Küchenbrand in ihrer Wohnung in der Blankeneser Chaussee. „Mein Mann war mittags gegen 12 Uhr noch hier, als er nach dem Einkaufen um 15 Uhr wiederkam, war alles voller Rauch“, berichtet die 29 Jahre alte Alette Ntep. Der Wäscheständer stand nah am Herd und so breitete sich das Feuer in der Küche der Familie aus.

„Zum Glück waren die Fenster geschlossen, das Feuer bekam keinen Sauerstoff“, sagt ihr Ehemann Harald Wolf (41). Aber das Hab und Gut der Familie überlebte den Brand nicht: Es ist entweder verbrannt, von der Hitze geschmolzen oder so verrußt, dass es nicht mehr brauchbar ist. „Meine Tochter hat kaum Klamotten und kein Spielzeug mehr“, sagt Ntep. Das Problem: Die Familie ist unterversichert. Die Hausratversicherung übernimmt den Schaden voraussichtlich nicht. „Der materielle Schaden liegt mindestens bei 14 000 Euro“, sagt Wolf.

Die Wohnung der Familie ist seit dem Brand unbewohnbar. Harald Wolf, Alette Ntep und die gemeinsame Tochter Mercedes sind obdachlos. Sie wohnen bei Freunden und Familie. Mutter und Tochter kommen derzeit bei Nteps Schwester in Mundsburg unter. Die junge Frau aus Kamerun hat bis vor kurzem Französisch und Erziehungswissenschaften studiert und hat nun eine Ausbildung zur Krankenschwester im Allgemeinen Krankenhaus Altona begonnen. Die Krippe von Mercedes ist allerdings in Schenefeld. Der Vater Harald – er ist Bauarbeiter – wohnt bei einem Freund in Schenefeld. Sie haben nicht viel Geld.

Die ehemalige Tagesmutter von Mercedes, Birte Giesel und eine Freundin, Beate Grob di Giorgio, helfen der Familie. Sie konnten schon ein paar Möbel und Kleidungsstücke organisieren. Sie hoffen aber auf die Hilfe der Leser dieser Zeitung: „Wir wollen keine Geldspenden, nur Sachspenden und freuen uns sehr über helfende Hände“, sagt Giesel. „Ganz wichtig wäre ein Schlafsofa und Küchenmobiliar“, sagt Grob di Giorgio. Denn ob Möbel, Haushaltsutensilien und Elektrogeräte – die Familie hat kaum mehr etwas. Außerdem wird Kleidung benötigt. Auch eine Wohnung für drei bis sechs Monate – bis die in der Blankenesener Chaussee wieder hergerichtet ist – wird gesucht. Die Familie hofft, zu Weihnachten wieder gemeinsam in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

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