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Kita-Krise in Schenefeld : Noch kein Ende in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach einem Wasserschaden soll ein Gutachten aufzeigen, ob an der Bogenstraße gesundheitsgefährdende Bakterien vorhanden sind. Die Eröffnung der dringend benötigten Kita könnte sich weiter nach hinten verschieben.

Rechtzeitig geplant. Rechtzeitig gebaut. Aber nicht rechtzeitig fertig. Noch ist kein Ende in Schenefelds Kita-Krise in Sicht, auch wenn Sozialamtschef Axel Hedergott langsam wenigstens ein wenig Licht am Ende des Tunnels erkennen kann. „So viel Pech bei zwei Neubauten gibt es gar nicht“, sagt Hedergott, der seit Monaten als Krisenmanager gefragt ist.

Der im Juni durch Handwerker verursachte Wasserschaden in der Kita Bogenstraße klang im ersten Moment gar nicht so schlimm. Doch der erste Trocknungsversuch reichte nicht aus. Ein zweiter musste her. Und die Stadt geht auf Nummer sicher. Ein Gutachten, das von den Versicherungen in Auftrag gegeben wurde, soll klären, ob durch die Feuchtigkeit, die auch in die Wände gekrochen ist, gesundheitsgefährdende Bakterien entstanden sind. „Dann müsste der Boden komplett ausgetauscht werden“, betont Hedergott. In diesem Fall könnte sich die Eröffnung der Kindertagesstätte – hier entstehen 20 dringend benötigte Krippenplätze – noch einmal um Monate verzögern.

Laut Hedergott wird das entscheidende Gutachten in den nächsten 14 Tagen vorliegen. Gibt es Entwarnung, könnten die Fertigstellung und der Einzug zügig erfolgen. Zurzeit werden die 15 Jungen und Mädchen im Alter von Null bis drei Jahren provisorisch in der Kindertagesstätte an der Bogenstraße – Träger ist die Paulskirchengemeinde – untergebracht.

An der Bogenstraße ist die Stadt Schenefeld Bauherr. Das ist auf der zweiten „Kita-Großbaustelle“ nicht der Fall. Das Heilpädagogische Förderzentrum Friedrichshulde hatte bei der „Biene Sonnenstrahl“ schon im Herbst 2012 den Grundstein gelegt. Doch wie berichtet ruhen die Bauarbeiten an der Lindenallee seit Monaten. Bei der Ausschreibung war es zu schweren Fehlern gekommen. Der Kreis war nicht bereit, die zugesagten Fördermittel von Bund und Land auszuzahlen. Laut Hedergott hat ein neues Architektenteam inzwischen einen Zeit- und Ablaufplan vorgelegt. Es sei aber fraglich, ob er eingehalten werden könne. „Die Stadt geht zurzeit davon aus, dass die Kita Anfang 2014 ans Netz gehen kann“, sagt Hedergott. Kostensteigerungen seien nicht auszuschließen. Eine Million Euro waren für den Bau veranschlagt. 500 000 Euro hat der Bauherr über Kredite finanziert, der Rest wird durch Zuschüsse abgedeckt. In der „Biene Sonnenstrahl“ entstehen 20 Krippenplätze und 15 Plätze in einer Integrationsgruppe.
 

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erstellt am 18.Sep.2013 | 16:17 Uhr

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