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Schenefelder Tageblatt

14. Dezember 2017 | 20:19 Uhr

Neues Gutachten soll her

vom

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Schenefeld | Bauamtschef Günter Leimert hat sich in der Hauptverkehrszeit höchst persönlich an die Kreuzung gestellt und gezählt: "Es gab nur ein bis zwei Rechtsabbieger pro Ampelphase. Zu einer Störung des Verkehrsflusses ist es nicht gekommen." Leimerts Einschätzung soll jetzt durch ein Gutachten untermauert werden. Diese Entscheidung ist jetzt mit knapper Mehrheit - SPD, Grüne und BfB stimmten dafür - im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt gefallen. Damit folgt die Politik dem Vorstoß der Verwaltung. Die hält eine zusätzliche Rechtsabbiegespur von der Altonaer Chaussee in die Industriestraße für überflüssig (wir berichteten). Grundsätzlich hat die Stadt auch kein Interesse, die vielbefahrene LSE noch weiter auszubauen.

Rückblick: Die Baugenehmigung für die Erweiterung des "Stadtzentrums" war unter anderem auch mit der Auflage versehen, einen neuen Rechtsabbieger zu bauen, der den Verkehr ins Parkhaus ableiten sollte. Die Experten befürchteten ansonsten Rückstaus auf der Altonaer Chaussee. Diese Einschätzung fußte auf einem Verkehrsgutachten. Die Kosten für die zusätzliche Fahrspur muss das "Stadtzentrum" tragen. Der Eigentümer - Berlinovo aus Berlin - müsste auch das neue Gutachten in Auftrag geben und bezahlen. Dieser Plan könnte aufgehen. Markus Montag, Chef des "Stadtzentrums", hält den Rechtsabbieger mittelfristig ebenfalls nicht für notwendig. 60 Prozent der Zufahrten zum Einkaufstempel werden zurzeit über den Kiebitzweg abgewickelt. Die Entscheidung liegt am Ende aber nicht bei der Stadt, sondern bei der Verkehrsbehörde des Kreises.

Die CDU hält von diesem Geschäft rein gar nichts. "Das Stadtzentrum spart Geld. Es geht um die Zukunftssicherung", mahnte Ratsherr Holm Becker. Auch im Bereich der Industriestraße werde es eine Weiterentwicklung geben. "Die Abbiegespur muss gebaut werden." Hans-Detlef Engel sprang seinem CDU-Kollegen zur Seite. Er rechnet mit bis zu 50 Prozent mehr Verkehr auf der LSE - bedingt durch die langjährigen Bauarbeiten auf den Autobahnen 7 und 23.

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