Neues aus dem Kinderzimmer

Ida (links) und Marlene haben Spaß bei den Musikkursen von Meike Förster-Bläsi.
Ida (links) und Marlene haben Spaß bei den Musikkursen von Meike Förster-Bläsi.

Ukulele, Hochbeet und Themenabende: Koordinatorin Meike Förster-Bläsi stellt Programm für Schenefeld vor

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23. Januar 2019, 16:24 Uhr

Gemeinsames Spiel, Austausch unter Eltern, die eigene kreative Ader entdecken und die Welt entdecken: Das bietet das Schenefelder Kinderzimmer der Familienbildung Wedel. Nun hat die Einrichtung sein Programm für das erste Halbjahr fertiggestellt. Meike Förster-Bläsi, Koordinatorin der Außenstellen, hat unserer Zeitung die Neuigkeiten vorgestellt.

In Schenefeld gibt es diesmal 26 verschiedene Angebote, darunter drei gebührenfreie offene Treffen, elf Einzelveranstaltungen und zehn wöchentliche Eltern-Kind-Angebote. Laut Förster-Bläsi nutzen jede Woche etwa 100  Familien die regelmäßigen Gruppen für Erwachsene mit Kindern. Dazu kommen das Babycafé, die Hebammenberatung, die Geburtsvorbereitung sowie Rückbildung und Fitness. Insgesamt sind es demnach mehr als 130 Familien pro Woche, die zusammenkommen.

Folgende Kurse werden ab Februar neu in Schenefeld angeboten: Beim Frühstück für Alleinerziehende in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten Ute Stöwing wird eine Referentin zu unterschiedlichen Themen informieren. „Es soll aber eine lockere Runde sein“, sagt Förster-Bläsi. „Alleinerziehende haben aber manchmal einfach andere Themen. Wenn sie unter sich sind, fühlen sie sich nicht mehr in der Sonderrolle“, hofft die Koordinatorin. Das Frühstück findet an jedem letzten Sonntag im Monat statt. Start ist der 24.  Februar. Um Anmeldung wird gebeten – auch wenn die Teilnahme kostenlos ist.

Die Musikkurse der Familienbildung werden umstrukturiert und ausgebaut. Neu dabei ist der Freitagnachmittag mit Stephie Heil und die musikalische Früherziehung ab drei Jahren mit Eltern am Dienstagnachmittag. Vorher nahmen die Kinder allein daran teil. In dem Alter seien die Mädchen und Jungen häufig lange in der Kita, so dass der Kursus die Möglichkeit biete, Qualitätszeit mit dem Nachwuchs zu verbringen. „Eltern haben heute ein starkes Bedürfnis, die Freizeit mit dem Kind zu gestalten. Das ist auch eine Reaktion auf die stark ausgeprägte Berufstätigkeit“, sagt Förster-Bläsi.

Für Kinder ab eineinhalb Jahren und deren Eltern werden mittwochs kunterbunte Nachmittage angeboten. Ab dem 13. Februar stehen Spiel, musizieren und mit Farben und Materialien experimentieren auf dem Programm. „Ich träume von Fingerfarben-Exzessen in unserem Hof“, sagt Förster-Bläsi lachend.

Kreativ geht es auch bei den Angeboten „Mit allen Sinnen Farben erleben“ und „Mit allen Sinnen Natur erleben“ zu. Beim kreativen Waldspaziergang für Kinder von drei bis sechs Jahren geht es mit den Eltern raus in die Natur. Unter anderem geht es darum, aus Tannenzapfen Bilder zu bauen.

Beim Ukulele-Workshop am 9. März wird es wieder musikalisch. Kinder ab acht Jahren und Erwachsene können das Instrument erlernen.

In Kooperation mit den „Schenefelder Beeten“ geht es wieder raus in die Natur. Die theoretischen Grundlagen rund um das Hochbeet werden den Erwachsenen am 23. Februar vermittelt. Die praktische Anwendung für Eltern und Kinder findet dann am 25. Mai auf der Bürgerwiese Schenefeld statt. Jens Clausen leitet den Kursus.

Außer der wöchentlichen Kurse gibt es auch wieder eine Reihe von Informationsveranstaltungen. Im März geht es um hochsensible Kinder. „Erste Hilfe“ steht im April auf dem Programm. „Erziehung heute“ heißt der Infoabend im April. Um Elterngeld und Rituale als Anker im Familienalltag geht es im Mai. Konfliktlösung in der Familie stehen im Juni im Fokus.

Aus Sicht der Koordinatorin profitieren nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern von den Angeboten. „Sie werden gelassener ihrem Kind gegenüber, klarer bei der Frage, was ihnen wirklich wichtig ist. Das Verständnis für die Vielseitigkeit von kindlichem Verhalten nicht nur des eigenen Kindes wächst und somit auch die Toleranz gegenüber verschiedenen Erziehungs- und Familienmodellen.“ Der Austausch der Eltern untereinander sei „so viel mehr als Kaffeetrinken“. Dadurch werde das eigene Handeln reflektiert.

Mütter und Väter kommen auf neue Ideen, können Schwierigkeiten relativieren und bauen wichtige Netzwerke auf. Dazu kommen altersgerechte Spielideen und gemeinsames Spiel in der Gruppe. Dadurch könnten Erwachsene ihren Nachwuchs realistischer einschätzen. Kinder erprobten soziale Kompetenzen und können neues Wissen erwerben.

Darüber hinaus könnten Eltern Informationen über die jeweilige Altersgruppe bekommen. „Viele unsere Referentinnen sind schon lange dabei und haben selbst ältere Kinder“, sagt Förster-Bläsi. „Sie helfen den Eltern all die Informationen zu filtern, sie mit den eigenen Wertvorstellungen und dem persönlichen Bauchgefühl überein zu bringen. Letztlich gehe es darum, was für die eigene Familie und die Eltern passt.

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