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Schenefelder Tageblatt

19. Oktober 2017 | 23:54 Uhr

Schenefeld : Neuer Wohnraum für Behinderte

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

An der Blankeneser Chaussee entstehen zwei Gebäude für 17 Personen. Drei Millionen Euro werden investiert.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Die Lebenshilfe Schenefeld und das Pinneberger Unternehmen Neuhaus Wohnungsbau arbeiten seit Jahren eng zusammen. An der Blankeneser Chaussee 15 entsteht zurzeit das nächste gemeinsame Projekt. Neuhaus investiert drei Millionen Euro in den Neubau von zwei Gebäuden. „Wir schaffen barrierefreien Wohnraum für Menschen mit Behinderung im Stadtkern von Schenefeld“, erläutert Lebenshilfe-Chefin Christine Heins.

Die Lebenshilfe hatte das vereinseigene Grundstück an Neuhaus verkauft, wird die beiden Gebäude langfristig anmieten. Der Altbestand wurde bereits abgerissen. Joachim Neuhaus geht davon aus, dass der Rohbau noch in diesem Jahr errichtet werden kann. „Eine Baugenehmigung liegt vor“, sagte der Firmenchef, der die Baupläne gemeinsam mit Heins im Sozialausschuss vorstellte.

An der Blankeneser Chaussee entsteht ein Wohngruppenhaus mit neun Plätzen für behinderte und schwerstbehinderte Menschen, die ständige Betreuung und Beratung benötigen. „Diese Menschen können nicht selbstständig leben“, sagt Heins. In dem zweiten Haus wird eine ambulante Wohngemeinschaft gebildet. Die Lebenshilfe nennt diese Betreuungsform Trainingswohnen. Die Behinderten sollen auf den Übergang in die Selbstständigkeit vorbereitet werden, lernen, ohne ständige Hilfe auszukommen. Acht Plätze werden vorgehalten.

Mit dem Neubauprojekt möchte die Lebenshilfe Schenefeld laut Heins das schon bisher gelebte Mehrgenerationenprinzip fortführen. Wichtig bei der Konzeption sei, dass „das Wohnen in den neuen Einrichtungen grundsätzlich auch für den alten Menschen mit Behinderung erhalten bleibt.“ Ein Teil der Plätze ist laut Heins bereits vergeben. Die sechs Personen, die zurzeit noch in dem Wohngruppenhaus in der Lornsenstraße wohnen, werden an die Blankeneser Chaussee umziehen. „Das Haus an der Lornsenstraße ist unter anderem aus Brandschutzgründen nicht mehr haltbar“, sagt Heins. Für das Neubauvorhaben gebe es zudem Anfragen aus Wedel und Hamburg. Die Lebenshilfe möchte an ihrer Philosophie der kleinen Wohngruppen festhalten.

Im Sozialausschuss stieß das Neubauvorhaben auf breite Zustimmung. „Das ist ein richtungsweisendes Projekt“, sagte Grünen-Ratsherr Hans-Gerhard Schwarz. „Und die Stadt Schenefeld muss keinen Cent dazubezahlen“, betonte Neuhaus.

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