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Interaktive Grafik : Neue Statistik: Die Kriminalität in Schenefeld ist rückläufig

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Einbrecher schlagen 48 Mal zu. Insgesamt 1119 Straftaten in 2014. Aufklärungsquote liegt bei 38,6 Prozent.

Schenefeld | Der Trend setzt sich fort – und er ist absolut positiv. Im sechsten Jahr in Folge ist die Zahl der Straftaten in der 19.000 -Einwohnerstadt zurückgegangen. Schenefeld wird immer sicherer. „In 2014 haben wir 1119 Straftaten registriert“, sagt Sebastian Bolle, stellvertretender Chef der Schenefelder Polizeistation. Ein Rückgang  im Vergleich zum Vorjahr um 99 Taten.

Bolle ist zufrieden, keine Frage. Nur eine einzige Zahl könnte bei Schenefelds Polizei für Sorgenfalten sorgen. Denn die Aufklärungsquote lag 2014 nur bei 38,6 Prozent (2013: 41,9 Prozent) und damit deutlich unter der kreisweiten Aufklärungsquote von 47,7 Prozent. „Wir werden uns die einzelnen Deliktfelder noch einmal genau ansehen, um Ursachen zu finden“, verspricht Bolle. Vor allem Diebstähle und Sachbeschädigungen seien mangels Zeugen oft nur schwer aufzuklären.

Über eine Zahl aus der Kriminalitätsstatistik 2014 hat sich Bolle besonders gefreut. Es gab nur 48 Wohnungseinbrüche in der Stadt und damit 31 weniger als noch im Vorjahr. Den Wohnungseinbrüchen gilt landesweit ein besonderes Augenmerk. 2011 machte die Kleinstadt vor den Toren Hamburgs noch Schlagzeilen, galt Schenefeld mit 106 Taten als Einbruchs-Hochburg in Schleswig-Holstein. Vergangenheit.

Auch bei den Fahrraddiebstählen sind die Straftaten – von 180 auf 156 – zurückgegangen. Laut Bolle werden vor allem rund um das „Stadtzentrum“ Räder gestohlen – und nicht selten auf Flohmärkten in Hamburg verkauft. Bei den Ladendiebstählen verzeichnete die Polizei 61 Taten – sieben weniger als noch 2013. Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen bei den Einbrüchen in Autos – und zwar von 70 auf 88. „Es werden vor allem Handtaschen und Navigationsgeräte gestohlen“, sagt Bolle. Die Täter schlagen oft in den frühen Morgenstunden zu.

Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Rauschgiftdelikte – und zwar von 49 auf 56. Laut Bolle gibt es in diesem Bereich  aber ein großes Dunkelfeld. Bei den Raubtaten verbuchte die Polizei mit neun eine mehr als 2013. Die Anzahl der Körperverletzungen ist von 100 auf 95 gesunken. Ebenfalls rückläufig: die Anzahl der Sexualstraftaten. 2014 waren es fünf in Schenefeld (2013: neun). Eine Tat mehr (sechs) gab es bei dem Delikt Widerstand gegen Polizeibeamte. „Die Aggressivität gegen die Kollegen nimmt zu, sagt Bolle. Die prozentual höchste Steigerungsrate gab es bei den Graffiti-Schmierereien im Stadtgebiet. 2013 gab es nur eine einzige, ein Jahr später sechs.

Schenefelder Platz, „Stadtzentrum“, die Diskothek Eberts: Neuralgische Punkte gibt es in der Stadt, Kriminalitätsschwerpunkte laut Bolle aber nicht. 406 Tatverdächtige konnte die Polizei 2014 ermitteln. 43,3 Prozent kamen aus Schenefeld, 27,8 Prozent aus Hamburg. 111 Täter waren jünger als 21 Jahre, 27 über 60 Jahre alt. Opfer von Straftaten werden in Schenefeld vor allem Bürger zwischen 21 und 40 Jahren (44,4 Prozent).

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erstellt am 29.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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