Urban Gardening : Neue Fläche zum gemeinschaftlichen Gärtnern in Schenefeld eingeweiht

Das das Unkraut muss vom Feld.
1 von 3
Auch bei der Einweihungfeier pflücken Engagierte das Unkraut muss vom Feld.

Die „Schenefelder Beete“ nehmen ihr zweites Acker-Projekt in Angriff. Die Arbeit des Vereins findet großen Zuspruch.

shz.de von
28. Mai 2018, 12:00 Uhr

Schenefeld | Aufgrund von Platznot in großen Städten wie New York, wurde einst die Bewegung Urban Gardening geboren, die bis heute ihre Anhänger findet, so auch in Schenefeld über den Verein „Schenefelder Beete“. Kleinste Flächen wurden kurzerhand zum Garten umfunktioniert, es wurde gesät und gepflanzt, nicht selten in Hausgemeinschaften und gemeinsam geerntet. In Schenefeld hat die Stadt dem Verein nun eine weitere Fläche zur Verfügung gestellt. Am Samstag wurde sie mit einer Feier eingeweiht.

Der Garten als sozialer Raum

Schenefelder Beete ist seit 2017 als Verein registriert. Die Affinität zur Gartenarbeit ist gemeinsamer Nenner einer Gemeinschaft, die den Ort durch erlebbares Grün attraktiver und lebenswerter machen will, einen Beitrag zum Klimaschutz und gegen das Insektensterben leisten will und insbesondere dabei in der Gemeinschaft viel Spaß und Geselligkeit hat. Zweiter Vorsitzender ist Matthias Schmitz. Er erklärt: „Wir wollen jung und alt, Einheimische und Zugezogene, Deutsche und Migranten zusammenbringen. Und es funktioniert.“

Vorbild ist Andernach in Rheinland-Pfalz. Dort hat sich die Idee bereits durchgesetzt. Erstes Projekt des hiesigen Vereins waren im vergangenen Jahr die Errichtung von drei Hochbeeten auf der Bürgerwiese und eine Hecke aus Obststräuchern. Der neue Acker, etwa 70 Quadratmeter groß, liegt an der Straße Husbargen. Was heute noch etwas kahl anmutet, soll in ein paar Monaten ein prall gefülltes Beet mit vielen verschiedenen Gemüsearten werden, völlig ohne Einsatz chemischer Mittel. Jeder darf davon naschen, das gilt auch für Tiere.

Nächstes Projekt: Erdbienen

Nächster Schritt soll sein, Erdbienen am Hang neben dem Beet anzusiedeln. Über 50 Interessierte konnten die Gastgeber willkommen heißen und verwöhnten sie mit leckeren Spießen vom Grill, allerlei Salaten, mexikanisches Fladenbrot und Kuchen. Grillmeister Jens Clausen, gelernter Koch und erster Vorsitzender des Vereins, erklärte: „Wir hoffen natürlich heute noch auf ein paar Spenden, aber diese Feier konnte finanziert werden, weil wir 2017 einen Preis der Sparda Bank für unser Umweltengagement gewonnen haben und dieser mit 3500 Euro dotiert war.“

Wer Lust hat, kann dem Verein beitreten. Der Beitrag beträgt einen Euro pro Monat, Mitglieder und Freunde treffen auf sich jeweils sonnabends um 14 Uhr auf der Bürgerwiese und montags um 17 Uhr beim neuen Husbargen-Acker.



zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen