zur Navigation springen

Farben und Formen des Meeres : Neue Ausstellung „Seascapes“ im Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Neue Ausstellung „Seascapes“ ist im Rathaus in Schenefeld eröffnet worden. Kunstkreis hat Event organisiert.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Inspiriert durch das Meer, dem Strom der Zeit, dem sie beide von Kindesbeinen an verbunden sind, haben Jette Dümke und Martin Lichtmann Gegenwartskunst im sympathisch daher kommenden Doppelpack präsentiert, das Lust auf nähere Betrachtung machte: Im Rathaus Schenefeld stellen die dänische Landschaftsmalerin und der in Heiligenhafen geborene Keramikkünstler noch bis zum 29. Oktober Werke in Acryl auf Leinwand und Keramische Plastiken aus.

Die Vernissage zur Ausstellung „Seascapes“ fand am Sonntag unter regem Besucherandrang statt. Für gelungene musikalische Untermalung sorgte Harfenistin Sabine Fichner. Im Anschluss stellten sich beide Künstler den Fragen der interessierten Besucher. „Am letzten Tag der Ausstellung wird um 12 Uhr ein Künstlergespräch stattfinden“ sagte Ursula Wientapper vom Kunstkreis Schenefeld in ihrer Begrüßungsrede. Der Kunstkreis fungiert einmal mehr als Veranstalter.

Die in Esbjerg lebende Jette Dümke berichtete in ihren einführenden Worten von ihrer Faszination, die die Nordsee auf sie von Kindheit an ausüben würde und vom „Glück in einer kreativen Familie aufgewachsen zu sein“. Sie sei froh, mit ihrer Arbeit an der Schule mein festes Auskommen zu haben – Dümke unterrichtet halbtags an einer Kunstschule – und als Malerin „frei von Auftragszwängen arbeiten zu können“.

Es sei die offene Landschaft unter dem hohen Himmel, die sie faszinieren würde, erklärt Dümke ihre Leidenschaft für das Meer. Das wechselnde Licht im Spiel mit den Wellen, die mal kräuselnd, mal wild an die Küste branden, sich wogendes Dünengras. Das alles bringt sie mit viel Liebe auf die Leinwand. Und immer wieder die Farbe Blau in einem Reichtum an stimmungsvollen Nuancen. Dümkes Werke tragen mit Absicht keine Titel. Sie möchte, dass der Betrachter ihre Bilder aus seinem eigenen Blickwinkel wahrnimmt und verdeutlichte ihre Intention an einem Beispiel: „Vielleicht sieht ja jemand in genau diesem Meer auf einem meiner Bilder das Meer aus seinem vergangenen Frankreich-Urlaub.“

Das Meer sei die älteste Landschaft der Erde und ein Zauberspiegel der Seele. „Wer das Meer liebt, wird immer frei sein“, ist Lichtmann überzeugt. Er sei vor allem von den Meeresstränden „gewissermaßen als Grenzräume zwischen den Elementen“ angetan. „Es gibt alle Farben. Etwa das helle Türkis am Saum der schönsten Inseln.“ Seine keramischen Objekte tragen Titel wie „Vom Wind“, so genannte „Windflüchterformen“, wie Lichtmann die teils gebeugten, fragil anmutenden und dennoch kompakten Formen seiner Keramiken beschreibt.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen