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Schenefelder Tageblatt

17. Oktober 2017 | 02:53 Uhr

Nabu will Jugendgruppe gründen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Planungen Vorsitzender Stefan Friedrich baut Angebot für Kinder und Jugendliche aus / Leiter werden dringend gesucht

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2016 | 16:16 Uhr

Bereits seit drei Jahrzehnten setzt er sich für den Schutz und Erhalt der natürlichen Lebensräume in Schenefeld und Halstenbek ein: der Nabu. Auch im Jahr 2017 haben die Naturschützer um Stefan Friedrich viel vor. Der Fokus liegt dabei weiter auf der Düpenau. Zudem ist eine Jugendgruppe geplant.

„Wir wollen eine Arbeitsgruppe aufbauen, die sich speziell mit der Renaturierung und Entwicklung der Düpenau beschäftigt“, erläutert der Vorsitzende Friedrich. „Wo muss was gemacht werden? Welche Wünsche können umgesetzt werden? Mit dem Ergebnis gehen wir dann an die Stadt, um größere Vorhaben zu veranlassen.“

Aber auch kleine Aktionen wie zum Beispiel Bepflanzung, Reinigung und Pflege sind vorgesehen. Der Lauf der Düpenau beginnt auf Hamburger Gebiet im Bereich der Osdorfer Feldmark. Die dortige Nabu-Gruppe habe auf ihrem Territorium schon seit Jahren aktiv an einer kontinuierlichen Renaturierung gearbeitet. Auf dem sich anschließenden nichtöffentlichen XFEL-Gelände in Schenefeld sei in den vergangenen Monaten viel geschehen. „Dort mäandert das Gewässer jetzt wieder wie in alten Zeiten“, ergänzt Nabu-Mitglied Heinz Grabert.

Die Stadt Schenefeld hatte ein Fachinstitut beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, wie auch die Schenefelder Düpenau mit überschaubaren Mitteln wieder in einen naturnäheren Zustand gebracht werden kann. Nabu-Fachleute seien in die Überlegungen einbezogen gewesen. Zukünftige Bachaktionstage – der nächste ist für den 9. September geplant – werden laut Friedrich darauf abgestellt sein, einige dieser Empfehlungen umzusetzen.

Zudem soll eine Jugendgruppe ins Leben gerufen werden. „Mein Wunsch ist es schon immer gewesen, eine Naju-Gruppe Schenefeld aufzubauen“, sagt Friedrich. „Es gab schon einige Anläufe, aber leider fehlen Erwachsene, die diese Gruppe leiten.“ Im vergangenen Jahr habe sich einiges auf diesem Sektor getan und es gab Detailgespräche mit dem Nabu Hamburg. Auch wenn es einige interessierte Erwachsene gebe, werden noch mehr Freiwillige benötigt. „Es reicht noch nicht, um mit einer Naju-Gruppe ein regelmäßiges Angebot anbieten zu können“, bedauert Friedrich. Er hofft, dass sich noch weitere Helfer melden. Vorerst will der Nabu mit Aktionen für Kinder starten, um so mit den Eltern ins Gespräch zu kommen. „Wir werden in Schulen und Kindergärten gehen und das Gespräch suchen. Welche Aktionen das genau sein werden, ist auch noch in Planung“, erläutert der Nabu-Chef. Ideen gibt es aber genug: Spurensuche im Wald, Leben in der Düpenau, Tierarten auf der Feuchtwiese, Vogelkästen-Basteln, Befreien des Düpenau-Laufes von nicht erwünschten Pflanzen und Ausflüge sind angedacht.

Die gesamte Nabu-Organisation in Deutschland mit ihren mehr als 500  000 Mitgliedern sei in ihrem Auftreten und im Erscheinungsbild zeitgemäßer geworden, urteilt Nabu-Kollege Grabert. „Wo viele Außenstehende ,verbiesterte’ Typen vermuten, die von morgens bis abends Vögel und Amphibien zählen und nichts anderes im Sinn haben als eine gefühlte Verschlechterung der Umwelt zu beklagen, finden sich engagierte Menschen aller Altersklassen, die von Fakten ausgehen und sich dafür einsetzen, dass das an Natur, was wir noch haben, erhalten bleibt.“

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