Lebenshilfe : Muss der Schenefelder Inklusionslauf ausfallen?

Julian Klüpfel betreut den Freizeitclub Inklusion der Lebenshilfe Schenefeld.
Julian Klüpfel betreut den Freizeitclub Inklusion der Lebenshilfe Schenefeld.

Die Lebenshilfe muss das Sportevent möglicherweise absagen. Zu wenig Helfer hatten ihre Unterstützung angemeldet.

shz.de von
12. Mai 2018, 16:31 Uhr

Schenefeld | Eigentlich ist der Inklusionslauf ein fester Termin im Kalender des Partnerclubs der Lebenshilfe in Schenefeld. Doch dieses Jahr ist alles anders. Julian Klüpfel ist der neue, hauptamtliche Mitarbeiter, der die Organisation mit Bundesverdienstkreuzträger Christian Nahrwold stemmt. Klüpfel wird die Betreuung allerdings nur übergangsweise bis zum Sommer betreuen. Die Nachfolge ist noch unklar. Außerdem gibt es einen neuen Namen. „Freizeitclub Inklusion der Lebenshilfe“ nennt sich nun die Vereinigung, die Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung ausarbeitet. Ob der Inklusionslauf mit Spielefest in diesem Jahr stattfindet, sei noch unklar, so Klüpfel. Es gebe Probleme bei der Organisation und zu wenig Helfer. Das beliebte Event, bei dem im vergangenen Jahr 50 Sportler an den Start gingen, steht nun auf der Kippe.

Klüpfel kommt aus Hamburg. Er hat zehn Stunden pro Woche zu seiner Tätigkeit als stellvertretender Leiter eines Kinderwohnhauses in Hamburg dazubekommen, um sich beim Freizeitclub einzubringen. Dies sei auf Wunsch des Vorstands der Lebenshilfe geschehen, sagt er. Nahrwold unterstütze ihn aber weiter bei der Planung und Durchführung von Events.

Der Name Partnerclub sei häufig falsch assoziiert worden, sagt der gelernte Heilerziehungspfleger und Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. Fälschlicherweise seien einige von einer Partner-Börse ausgegangen. Freizeitclub findet er passender, weil es eben um die Freizeitgestaltung gehe.

Anfang des Jahres hat Klüpfel ein neues Programm entwickelt, das noch bis zum Sommer läuft. Seitdem müssen nur noch externe Teilnehmer bezahlen. Eine Verschlankung sei dringend notwendig gewesen, denn die Resonanz sei immer schlechter geworden. Beliebte Angebote seien geblieben, neue hinzugekommen. Besonders wichtig ist Klüpfel, dass die Ausflüge niedrigschwellig sind, so dass wirklich jeder mitmachen kann. Das neue Angebot komme gut an, so Klüpfel. Über noch mehr Interessierte würde er sich aber natürlich freuen.

Am 12. Mai geht es zum Beispiel zum Wildpark Eekholt. Der botanische Garten wird am Montag, 14. Mai, besucht. Der nächste Disco-Termin ist am Freitag, 18. Mai. Gemeinsames Kochen steht am Montag, 28. Mai, auf dem Plan. Eine Programmübersicht ist auch online zu finden.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen