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Jubiläum des „Proud Indians MC“ : Mit Kutte und Easy-Rider-Feeling

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Nächstes Jahr wird das 20-jährige Bestehen gefeiert: Im Schenefelder Motorradclub Proud Indians zählt der Zusammenhalt.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Schenefeld | „Chrom, Lack und Leder: Das ist unser Leben“: Dieses unbedingte Bekenntnis zu ihrer absoluten Leidenschaft, dem Motorradfahren, haben sich die Mitglieder des Proud Indians Mc. (Motorcycle club) als ihr Motto auserwählt. Gemeinsam mit sechs Freunden, allesamt aus Schenefeld, gründete Benny Nickel am 16. Juni 1995 den Motorradclub. Nächstes Jahr wird zwanzigjähriges Bestehen gefeiert – ganz groß. „Die Idee und Begeisterung des Chopperfahrens schweißte uns zusammen“, erinnert sich der Präsident an die Anfänge.

Etliche Treffen mit Bekannten und Freunden aus anderen Clubs gingen der Gründung voraus. Man ließ sich beraten – und konnte sogleich Erfolge verzeichnen: „Weitere gleichgesinnte Mitglieder schlossen sich schnell an“, erinnert sich „Presi“ Benny. Doch eine richtige Aufnahme in den Verein ist erst nach einer Probezeit von einem Jahr möglich. Findet sich die betreffende Person erfolgreich in der Gemeinschaft ein, gibt es eine sogenannte „Kuttentaufe“. Der Neuzugang erhält das Liebhaberstück des Vereins: eine mit Abzeichen wie Indianerkopf sowie Club- und Mitgliedsname verzierte Lederweste. Das modische Accessoire signalisiert die Zugehörigkeit zum Club. Derzeit sind 25 Motorradfans im Alter von 25 bis 75 Jahren echte Proud Indians.

Das Berufsspektrum ist breit gefächert. Es reicht vom Schiffskapitän bis hin zum Elektriker. Die einzelnen Mitglieder profitieren davon: „Wenn einer von uns ein Problem hat, gibt es immer jemanden, der es lösen kann“, so Nickel.

Jede Menge Aktivitäten gehören zum Clubleben. Die Mitglieder treffen sich freitags um 20 Uhr zum regelmäßigen Clubabend im „Indians Egg“, Lornsenstraße 88. Ihre Expertengespräche über Motorräder und Ausfahrten nennen die Biker „Benzingequatsche“. Am Wochenende stehen gemeinsame Touren an. Diesen Sommer beispielsweise soll’s unter anderem zu einer Fahrt über den Plöner See gehen. Beliebt sind außerdem Badeausflüge nach Fehmarn und Büsum. Und die diesjährige Sommerparty ist als Warm up die Generalprobe für die 20-Jahrfeier im nächsten Jahr. „Uns verbindet das gemeinsame Interesse am Motorradfahren und die Brüderschaft“, bringt es der Präsident auf den Punkt. Die Proud Indians bezeichnen sich als offenen Club. „Wir sind für jeden zugänglich“, betont Nickel.

Jährlich gibt es drei bis vier feste Clubausfahrten, die sich über drei bis vier Tage hin erstrecken, nach Italien oder nach Österreich. Nickel: „Das Gefühl von Freiheit und Abenteuer macht den Reiz am Motorradfahren aus.“ Auf dem Fahrzeug sei der Einzelne der Natur viel näher und könne ganz anders abschalten als im Auto. „Wenn ich Sachen überdenke, passiert dies meist auf dem Motorrad“, bekennt der Chef.

Durchhaltevermögen ist gefragt, wenn die Proud Indians Partys anderer Clubs besuchen. Die können sich hinziehen. Doch noch größer als ihre Feierlaune ist ihre Leidenschaft für Maschinen. Die Mitglieder des Schenefelder Motorrad-Clubs fahren Chopper, Harley, Suzuki oder auch Honda. An ihnen wird „jede Menge geschraubt“. „Der Einzelne möchte sein Motorrad mit Lenker, Reifen und Heck so individuell wie möglich gestalten“, erläutert Nickel. Mitglied kann jeder Motorradbegeisterte werden, der Inhaber der Führerscheinklasse A ist und darüber hinaus kein Moped oder Kleinkraftrad, sondern eine Maschine mit mindestens 500 Kubikzentimeter im Hubraum fährt.

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