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Bürgermeisterkandidat will viel ändern : Mit Kommentar: Constantin von Piechowski fordert mehr Grün für den neuen Stadtkern

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die neue Homepage des 37-jährigen Juristen enthält viele Vorschläge, um die Düpenaustadt umzugestalten. Aktuell treiben den Kandidaten zwei Visionen um.

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Dass der Schenefelder Bürgermeisterkandidat Constantin von Piechowski (FDP) ohne Ideen antritt, kann man nicht behaupten. Die neue Homepage des 37-jährigen Juristen enthält viele Vorschläge, um die Düpenaustadt umzugestalten. Aktuell treiben den Kandidaten zwei Visionen um. Für Sonnabend, 2. September, ist eine Radtour mit anschließendem Grillen geplant. Beginn ist um 15 Uhr beim Rathaus. Es gibt auch eine Kinderwagen-Route für Spaziergänger. Das Motto „Für ein familienfreundliches Schenefeld“.

Damit ist auch bereits der erste Kernpunkt angesprochen, den der Kandidat aufs Tableau bringt: Eine familienfreundliche Stadtentwicklung ist für ihn eines der zentralen Themen. Durch die Stadtkernplanungen und dem Fördergeld in diesem Zisammenhang habe Schenefeld die Chance, die Stadt weiterzuentwickeln. Er geht dabei weit über den aktuellen Stand der Planungen hinaus. Die Politik hatte sich mehrheitlich darauf geeinigt, ein neues Bürgerzentrum zum Herzen des neuen Kerns zu machen. Bei einem städtebaulichen Wettbewerb sollen Experten Vorschläge machen, wie das Areal, das sich grob zwischen „Stadtzentrum“ und Rathaus erstreckt, umgestaltet werden soll. von Piechowski gehen die Ideen der Politik nicht weit genug.

Zwar unterstützt er auch den Vorschlag, ein neues Gebäude zu bauen, in dem unsere Bücherei, Volkshochschule und Bürgerbüro untergebracht werden sollen. Er hätte zusätzlich gern ein Café. Und aus seiner Sicht könnte ein Teil der Dienstleistungen auch ins „Stadtzentrum“ wandern. Entlang der Altonaer Chaussee plant er eine Parkanlage. „Mein Ziel ist es, Schenefeld blumenprächtiger zu gestalten und eine Auswahl stadteigener Flächen Schritt für Schritt in kleine, mittlere und große Ziergärten zu verwandeln. Wasserspiele und Fontänen verteilt in der Stadt und Blumenduft in der Luft“, führt er sein Konzept aus.

Ein familienfreundliches Schwimm- und Vitalbad mit Kleinkinderbereich, Strömungskanal und 25 Meter Becken wäre aus seiner Sicht eine sehr große Bereicherung für die Stadt und insbesondere unter Berücksichtigung der vorhandenen Sportvereine und Schulen auch ausgelastet. „Auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück der alten Post wäre dafür ausreichend Platz“, urteilt er.

Seine zweite Vision betrifft die andere Seite an der Altonaer Chaussee. Neben dem „Stadtzentrum“ wünscht er sich einen Indoor-Spielplatz für Kinder mit eigenem Areal für Jugendliche – allerdings soll dieser Ort keine Konkurrenz zum Juks sein, betont von Piechowski . Für die Bürgerwiese sieht er eine Musikmuschel für Konzerte vor. „Die Bürgerwiese hat Potenzial“, ist er sich sicher. „Ob Klassik, Pop, Reggae – alles ist möglich, sogar Sommerkino oder Open-Air-Theater für Kinder“, führt er aus. Zudem will der 37-Jährige die lange Zeit ungenutzte Fläche am Kiebitzweg, zwischen der Kastanienallee und der Düpenau zum Stadtpark umgestalten lassen.

Mit der Politik besprochen seien die Pläne noch nicht. Letztlich könne er als Bürgermeister nur Impulse geben, wenn es um die Zukunft seiner Heimstadt geht. „Ich kann nur Ideengeber sein“, räumt von Piechowski ein. Letztlich entscheide natürlich die Politik, wie der neue Stadtkern aussieht. Dass aber auch er gern mitbestimmen würde – daran besteht kein Zweifel. Im Laufe des Monats will er sich zu weiteren Themen wie beispielsweise der Verkehrslage in Schenefeld positionieren

 

Kommentar: Mutige Ideen – Umsetzbarkeit ist aber noch unklar
Tanja Plock

Zugegeben – es sind hochtrabende Pläne, die der Bürgermeisterkandidat Constantin von Piechowski da vorlegt: Schwimmbad, Stadtpark, Indoor-Spielplatz und mehr. Sicherlich werden ihn einige belächeln und zu Recht fragen, wie das alles bezahlt werden soll. Zudem muss sich die Umsetzbarkeit erst noch zeigen. Aber andererseits braucht es auch immer mutige Menschen mit Plänen, Ideen und letztlich auch Visionen, um Projekte in einer Kommune voranzubringen. Frischer Wind kann helfen, um eingefahrene Denkmuster aufzubrechen. Man darf gespannt sein, ob Amtsinhaberin Christiane Küchenhof jetzt nachlegt.

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