zur Navigation springen

Kommentar : Tempo 30 vor allen Schulen – ohne Wenn und Aber

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ein Tempolimit vor Schulen muss in SH beantragt werden. Das sollte aber zur Regel werden. Ein Kommentar von Christian Brameshuber.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Schenefeld | Vor der Grundschule meiner beiden Kinder steht eine Ampel. Dort gilt Tempo 30. Und es gibt Fahrbahnverengungen, um die Autofahrer in ihrer Geschwindigkeit zu bremsen. Ein geballtes Sicherheitspaket, das hilft, die Jungen und Mädchen zu schützen. Richtig gut. Doch das ist nicht der Standard in Schleswig-Holstein, sondern die Ausnahme. Die zuständige Behörde lässt Tempo 30 vor Schulen nur in Ausnahmefällen zu, wenn es eine Ampel für die sichere Querung gibt. So will es der Schulwegerlass. Tempo 30 als Ausnahme – was für ein Unfug. Vor allen Schulen in diesem Land sollte grundsätzlich Tempo 30 gelten – ohne Wenn und Aber. Das erhöht die Sicherheit, kann im Ernstfall sogar Leben retten.

Schenefeld kämpft seit Jahren für eine Geschwindigkeitsreduzierung an der Blankeneser Chaussee – vor der Grundschule, dem Hort, der VHS. Die Stadt scheitert regelmäßig an den unsäglichen Vorschriften, den Bürokraten. Der Verkehrsminister will den Erlass jetzt überprüfen lassen. Immerhin. Schenefeld sollte weiter Druck machen. Andere Kommunen sollten sich anschließen. Eine Ampel plus Tempo 30: So geht Schulwegsicherung heute. Das muss Kiel jetzt ganz schnell lernen und dann ganz schnell handeln.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen