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Schenefelder Tageblatt

18. Oktober 2017 | 21:26 Uhr

Schenefeld : Mehr Verantwortung für Nabu

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Neuer Vertrag nach reichlich Zoff: Die Stadt und die Naturschutzbund einigen sich auf eine erweiterte Kooperation.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Die Stadt und der Nabu – sie haben sich wieder lieb. Bürgermeisterin Christiane Küchenhof und Nabu-Chef Stefan Friedrich haben jetzt einen neuen Betreuungsvertrag unterschrieben. Er löst die bisherige Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 1992 ab.

In Zukunft wird der Nabu nicht nur für den Schul- und Gutswald am Regenrückhaltebecken Friedrichshulde zuständig sein, sondern auch die Verantwortung für das Renaturierungsgebiet am Düpenauwanderweg hinter dem Schulzentrum übernehmen.

Genau in diesem Gebiet entzündete sich der Streit, der das Verhältnis von Stadt und Naturschützern über Wochen belastete. Wie berichtet, hatte die Stadt aus Sicherheitsgründen mehr als 400 Bäume fällen lassen – ohne den Nabu vorab über die Fällaktion zu informieren. Auch schweres Gerät kam in dem ökologisch sensiblen Bereich zum Einsatz. „Das kann sich so nicht mehr wiederholen“, sagte Friedrich. Küchenhof betonte, wie wichtig die Arbeit des Nabu für Schenefeld sei. „Wir wollen von dem Wissen des Nabu profitieren.“ Der neue Vertrag beinhalte für den Nabu mehr Rechte, aber auch Pflichten.

Bestandteil der neuen Vereinbarung ist auch die Bachpatenschaft, die der Nabu am 1. Januar 2014 auf eigenen Wunsch über die Düpenau übernimmt. Der Bach schlängelt sich zirka auf einer Länge von acht Kilometern durch die Stadt. „Wir wollen den Lauf der Düpenau verändern, mehr Artenvielfalt erreichen“, sagt Friedrich. Langfristiges Ziel sei die Renaturierung. Für den 26. Oktober planen die Naturschützer einen Gewässertag. Im Bereich des Renaturierungsgebietes wird die Düpenau noch in diesem Jahr ausgebaggert. Sie ist versandet, kann kaum noch richtig fließen.

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