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Energiebericht für Schenefeld : Mehr Heizkosten, weniger Strom

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Experten haben Verbrauch in städtischen Gebäuden untersucht. Kein einheitliches Ergebnis.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Seit Jahren bemüht sich die Stadt Schenefeld, Energie zu sparen und so das Klima zu schützen. Wie gut dies bisher gelungen ist und wo die Defizite liegen, zeigt der Energiebericht 2017, der nun vorliegt. Mit einem Thema der Woche widmet sich unsere Zeitung den Ergebnissen. Heute geht es um das Rathaus. Wie sieht die Bilanz aus dem Zeitraum 2011 bis 2016 für das Zentrum der Verwaltung aus?

In den Werten beim Heizverbrauch im Rathaus ist ein leichter Rückgang des Verbrauchs zwischen 2011 und 2013 zu erkennen. Nach einem Anstieg im Jahre 2014 gab es 2015 einen Rückgang und 2016 wiederum einen leichten Anstieg. Aus diesen Daten ist abzulesen, dass der hydraulische Abgleich, der Ende 2015 erfolgte, nicht zu einer erkennbaren Einsparung im Heizenergiebereich führte. Warum dies der Fall ist, soll nun genauer untersucht werden. Im Klimabericht wird vermutet, dass die Einsparungen unter anderem durch die vermehrte Nutzung der Räume des Nebentraktes für den Unterricht von Zuwanderern nicht geklappt haben. Anders sieht es beim Strom aus: Abgesehen von einem leichten Anstieg im Jahre 2014 ist der Stromverbrauch seit 2011 recht gleichmäßig gesunken. Der Verbrauch im Jahre 2016 lag um 25 Prozent unter dem Wert von 2011. Der starke Rückgang kann einerseits auf den Austausch von Umwälzpumpen der Heizanlage im Rahmen des hydraulischen Abgleichs zurückgeführt werden und andererseits auf Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Green IT“. Die Stadt Schenefeld ist eine von acht bundesweiten Modell-Kommunen, die mit externer Unterstützung im Bereich der IT Energie einsparen wollen. Messungen der Verwaltung haben für den Stromverbrauch im IT-Bereich des Schenefelder Rathauses eine Einsparung von etwa 5500 Kilowattstunden pro Jahr ergeben.

Beim Wasserverbrauch gab es einen deutlichen Anstieg. Nach einem relativ gleichbleibenden Verbrauch zwischen 2011 und 2015 gab es im Jahr 2016 einen Anstieg um etwa 36 Prozent. Eine mögliche Erklärung für diesen Mehrverbrauch ist laut Bericht darin zu sehen, dass vom Herbst 2015 bis zum Ende September 2016 wöchentlich mehrere Kurse für Zuwanderer im Sitzungstrakt angeboten wurden. Die Kosten für Heizung, Strom und Wasser haben sich im Rathaus im Laufe der Jahre nicht stark verändert. Im Jahr 2011 lagen sie bei 35.420 Euro. Im Jahr 2016 lag der Wert bei 33  176 Euro. Insgesamt konnte hier gespart werden.

Was ist der hydraulische Abgleich? Damit wird die optimale Einstellung der Durchflussmenge durch die einzelnen Heizkörper bezeichnet. Sie muss jeweils auf das Rohrnetz, den Heizkörper und die Pumpe abgestimmt sein, sonst können Strömungsgeräusche auftreten oder die Heizkörper werden ungleichmäßig warm. Im schlechtesten Fall kommt die Wärme in den Räumen, die weit entfernt sind von der Heizungsanlage, nicht an. Ein hydraulischer Abgleich hilft dabei, dass in jedem Raum des Hauses die benötigte Wärme auch ankommt. Experten ermitteln für jeden Raum die benötigte Wärmeleistung. Auch für Privathäuser ist dies interessant. Der Austausch mancher Komponenten wird in Kombination mit dem hydraulischen Abgleich gefördert, zum Beispiel voreinstellbare Thermostatventile.
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