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Motiv-Suche rund um die Elphi : Maritime Bilder, Leporellos und Reisebücher - Bärbel Wieruch im Portrait

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Künstlerin Bärbel Wieruch zeichnet besonders ihre Vielfalt aus.

Schenefeld | Die Künstlerin Bärbel Wieruch (74) fährt häufig in die Hafencity, um spannende Motive für ihre Bilder zu finden. Sie hat bei ihrer Suche beispielsweise einen Zeitung lesenden Mann in einem Bistro im Unilever-Haus entdeckt, berichtet sie im Gespräch mit unserer Zeitung. „Die Situation sprach mich an“, erläutert die Schenefelderin. Der Mann habe beim Lesen sehr entspannt gewirkt. Auch die ihn umgebenden Farben sorgten für eine starke Impression. Zahlreiche Motive findet sie zudem rund um die Elbphilharmonie.

Mit ihren Werken ist die Schenefelderin häufig auf diversen Einzelausstellungen in Hamburg, Wedel, Holm, Uetersen, Itzehoe und Schenefeld vertreten. Sie spezialisierte sich von 1986 an auf Aquarell- und Acryl-Bilder.

Wieruch entdeckte schon als Kind ihr Talent fürs Zeichnen. „Ich konnte Dinge schon in jungen Jahren konkret erfassen und präzise zeichnen“, erinnert sich die gebürtige Danzigerin. Sie wuchs nach ihrer Flucht in Kriegszeiten in Kiel auf, wo sie bis 1980 lebte. Sie entwickelte ihre Liebe zu Meer- und Schiffsmotiven sowie zur Hafenatmosphäre bereits in der maritimen Umgebung von Kiel. „Wasser, Meer und Schiffe hatten für mich immer eine starke Bedeutung“, erläutert die passionierte Seglerin. Doch auch für Architektur interessierte sie sich früh.

Wieruch, ausgebildete technische Zeichnerin, erhielt wesentliche Impulse von der Schenefelder Kunsthaus-Chefin Marianne Elliott-Schmitz, sagt sie. Sie absolvierte ihre Ausbildung zudem bei dem Maler und Grafiker Hans Joachim Schilling. Glas- und Stahlbauten üben auf sie eine besondere Faszination aus. „Die Spiegelungen und unterschiedlichen Einblicke bei Licht und Schatten sorgen für stimmungsvolle Eindrücke, die ich gern in meinen Bildern umsetze“, erläutert sie.

Wieruch arbeitet bei der Umsetzung ihrer Motive vor allem mit Pinseln, Spachteln und Lappen. Zu ihren bevorzugten Methoden gehört die Verreibungstechnik und Vorgehensweisen wie Reduzierung und Konzentration aufs Wesentliche.
„Das Malen und das gemeinsame Arbeiten mit anderen Künstlern bereitet mir viel Freude“, erläutert die Schenefelderin. Ihre kreative Vielfalt zeichnet sie aus. Die Künstlerin malt genauso Pferdebilder sowie Porträts von Kindern. Aktuell ist sie dabei, ein Leporello zu produzieren. Das Mitglied des Kunstkreises fertigt zudem gern von ihren Reisen nach Schweden, Dresden, Leipzig und Skagen eigene Reisebücher an.

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erstellt am 10.Aug.2017 | 16:00 Uhr

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