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Ausstellung in Schenefeld : Malen als „Suche und Ringen“

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Schenefelder Kunstkreis präsentiert unter dem Titel „Malerei zu Zweit“ 32 Bilder von Imma Perelló Farré und Annegret Fahr im Rathaus.

Schenefeld | Flötistin Anja Micheely und Akkordeonspieler Bernd Butz vom Duo Luftrausch haben die Ausstellung „Malerei zu zweit“ stimmungsvoll eröffnet. Die Kunstkreisvorsitzende Ursula Wientapper führte in das Werk von Imma Perelló Farré und Annegret Fahr ein. „Wir präsentieren ihnen eine besondere Ausstellung, nämlich immer ein Bild, aber zwei Künstlerinnen“, so Wientapper.

Mit ihrem Projekt  haben die Malerinnen als Experiment begonnen. „Voraus ging schon viele Jahre lang die Wertschätzung für die jeweils eigenen Arbeiten“, erläuterte Fahr. Inzwischen sei die gemeinsame Arbeit der Schwerpunkt beider Künstlerinnen.

Dialoge auf der Leinwand

Die 32 im Rathaus gezeigten Bilder sind das Ergebnis von Dialogen auf der Leinwand. Der Dialog hat dabei kein vorgegebenes Thema, sondern ist eher ein spontanes und improvisiertes Gespräch mit Farbe, Fläche und Komposition.

<p>Imma Perelló Farré (v. l.) und Annegret Fahr.</p>

Imma Perelló Farré (v. l.) und Annegret Fahr.

Foto: Heiderhoff

Beide Künstlerinnen gehen spontan an ihre Werke heran, haben vorab keine konkrete Vorstellung vom Endprodukt. Sie treffen sich, um aus Farbpigmenten und Bindemitteln Farben anzumischen. Jede Malerin nimmt sich vorab eine Leinwand vor, um einen Gedanken, ein Gefühl oder eine Idee zu formulieren. Irgendwann wird gewechselt. Mal recht schnell, mal erst nach einem längeren Zeitraum. Ohne feste Regeln reagiert jeder auf die Kreation des Anderen.

Bisher Gemaltes wird übermalt, ausgekratzt und zerstört. Der Prozess lässt sich somit als stetiges Abwechseln von Aktion und Schauen, Reaktion und Überlegen beschreiben. „Manche Farbmischungen rufen im Malprozess Erinnerungen an Worte wach, an die Wand eines Treppenhauses oder den Perserteppich meiner Großmutter Alma oder die Stimmung eines Raums vor vielen Jahren“, erläuterte Fahr.

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Februar zu sehen

Der Prozess zieht sich häufig über mehrere Arbeitstage. Der Malprozess ist auch eine Suche und ein Ringen. Den Künstlerinnen geht es um Farbe, Fläche, Struktur und Komposition als eigenständiges Thema. Die Komponenten können laut Fahr zu großer Schönheit, aber auch zu Brüchen und dann wieder zu überraschender Selbstverständlichkeit und Harmonie führen.

Die 1960 in Hamburg geborene Annegret Fahr studierte Theologie und Architektur. Die Diplom Ingenieurin arbeitet seit 1988 als bildende Künstlerin in Hamburg. Sie war auf diversen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Schweden vertreten.

Imma Perelló Farré wurde 1962 in spanischen Reus geboren. Sie absolvierte eine Kunst- und Design-Ausbildung sowie ein Studium der Bildenden Kunst mit Schwerpunkt Video, Fotografie und Film. Sie arbeitete seit 1987 als Mediengestalterin Bild und Ton. Perelló Farré ist von 2000 an Bildende Künstlerin in Hamburg und auf diversen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland vertreten. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Februar im Rathaus zu sehen. 

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erstellt am 06.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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