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„Open Mic“ in Schenefeld : „Lustis“ wird zur Kultur-Stätte

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Zehn Comedians unterhalten 120 Gäste. Premiere sofort ausverkauft. Fortsetzung folgt am 19. April.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Die neue Lokalität „Lustis“ in der Industriestraße könnte sich zum Kult-Treff in Schenefeld entwickeln. Das wurde bei der jüngsten Kultur-Veranstaltung deutlich. Insgesamt zehn Comedians haben dem mit großformatigen Kunstbildern geschmackvoll eingerichteten Restaurant ein ausverkauftes Haus beschert. 120 Gäste fanden in dem großzügigen Veranstaltungssaal an Tischen und Bänken Platz. „Die Veranstaltung ist sehr gelungen. Die Comedians sind klasse“, bilanzierte Besucher Steven Andrick aus Schenefeld.

„Open Mic“ lautete das Motto des Abends: Jeder Comedian hatte acht Minuten Zeit, sich von seiner witzigsten Seite zu zeigen. Bei Stand-Up Comedy handelt es sich um eine Form der Unterhaltung aus Amerika. „Sie erfreut sich in und um Hamburg immer größerer Beliebtheit“, erläuterte Roman Reinert, Vorstandsmitglied beim Round Table 27 Pinneberg. Er hatte die Veranstaltung organisiert – und griff auch selbt zum Mikrofon.

Der in Kabarett-Kreisen als „Gottvater“ bekannte Heino Trusheim sowie der Österreicher Marko Formanek ernteten für ihren Auftritt besonders viel Applaus. Trusheim hatte zahlreiche angehende Talente motiviert, ihr komödiantisches Können öffentlich zu zeigen. Der Altmeister nahm bei seinem Auftritt besonders die Sportart „Bobfahren“ aufs Korn. „Den Sport Bobfahren verstehe ich nicht“, bekannte Trusheim. Allenfalls Verständnis brachte er für die Tätigkeiten des ersten Bobfahrers auf. Ihm komme die Aufgabe zu, den Schlitten zu lenken. Wenig nachvollziehbar sei hingegen die Aufgabe des zweiten Manns, erläuterte Trusheim, während er mit seinem Oberkörper die leicht ruckelnden Bewegungen nachempfand. Sein Ergebnis: Der zweite Mann ist komplett überflüssig. Der Österreicher Marko Formanek zeigte sich von seiner rabenschwarzen Seite. Er wunderte sich unter anderem, dass dem verstorbenen Rechtspopulisten Jörg Haider ausgerechnet eine Rechtskurve zum Verhängnis wurde. Er warnte vor dem Satz „Schatz, ich hab mich so an Dich gewöhnt“. Hierbei handele es sich um einen „der gefährlichsten Sätze überhaupt“, reich an „unterdrückten Aggressionen“. Zu den weiteren Komödianten gehörten: Dennis Grundt, Majbritt Bartelsen, Bo Arminius, Pierro Masterlerz, Christin Juksch, Hannes Wendt, Conny Picker, und Jörg Schumacher.

Initiator Reinert zeigte sich nach der Show enthusiastisch. „Wenn man in Hamburg so eine Veranstaltung organisiert, kann man beim ersten Mal höchstens mit 30 Leuten rechnen“, sagte Reinert. Das Event habe in Schenefeld eingeschlagen „wie eine Bombe“. Die nächste Stand-Up-Comedy-Vorführung ist für Dienstag,19. April im Lustis geplant.

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