Schenefeld : Lösung in Kita-Krise nicht in Sicht

Den Kita-Rohbau an der Lindenallee hat ein Gutachter bewertet. Mit dem  Verkaufspreis ist das Förderzentrum nicht  einverstanden.  Es verlangt fast das Doppelte.
Den Kita-Rohbau an der Lindenallee hat ein Gutachter bewertet. Mit dem Verkaufspreis ist das Förderzentrum nicht einverstanden. Es verlangt fast das Doppelte.

Rettung des Waldorf-Kindergarten rückt in weite Ferne: Der Knackpunkt bleibt der Kaufpreis für Rohbau an der Lindenallee.

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20. November 2013, 12:00 Uhr

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof hatte eingeladen, um gemeinsam mit dem Heilpädagogischen Förderzentrum Friedrichshulde doch noch eine Lösung in der Kita-Krise zu suchen. Doch die Stühle von Sabine Birkhoff, Geschäftsführerin des Förderzentrums, und Projektleiterin Morna Fiedler blieben gestern Nachmittag leer. Das Förderzentrum wurde nur durch eine Rechtsanwältin vertreten. Das bestätigte Küchenhof. Inhaltlich wollte sich die Bürgermeisterin nicht zu dem Gespräch äußern. Sie informierte aber noch am gleichen Tag die Politik über das Ergebnis des Krisentreffens.

Nach Informationen unserer Zeitung rückt die Rettung des Waldorf-Kindergartens durch die Stadt in weite Ferne. Die Fronten sind verhärtet. Es soll keinerlei Annäherung gegeben haben. Knackpunkt bleibt der Kaufpreis für den Kita-Rohbau an der Lindenallee. Wie berichtet, wurde der Wert durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt. Friedrichshulde verlangt fast das Doppelte. Zwischen dem Angebot der Stadt Schenefeld und der Forderung des Förderzentrums sollen 180000 Euro liegen.

Die Zeit drängt: Am 27. November will der Hauptausschuss darüber entscheiden, ob die Stadt das Bauvorhaben übernimmt, um die dringend benötigten Betreuungsplätze in Schenefeld zu schaffen. Die Alternative wird zurzeit schon geprüft. Die Stadt könnte eine eigene Kita bauen.

Das Förderzentrum hat durch Fehler bei der Ausschreibung Fördermittel in Höhe von 332 000 Euro verloren. Die Finanzierung des Vorhabens ist nicht mehr gesichert. Die Bauarbeiten ruhen seit Monaten. Birkhoff hat die Fraktionschefs für Freitag zu einem Gespräch gebeten. Küchenhof wurde nicht eingeladen. Das stößt so manchem Politiker übel auf. Schon gestern wurde darüber diskutiert, ob unter diesen Voraussetzungen ein Treffen mit Birkhoff sinnvoll ist.

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