Schenefeld : Lichtkonzert in der Stephanskirche

Ganz in blau: Im vergangenen Jahr wurde in der Pinneberger Christuskirche ein Lichtkonzert veranstaltet.
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Ganz in blau: Im vergangenen Jahr wurde in der Pinneberger Christuskirche ein Lichtkonzert veranstaltet.

Gisela Meyer-Hahn und Sonny Thet sorgen für ganz besondere Sinneseindrücke.

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17. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Schenefeld | Töne erfassbar machen. Sie erleben. Sie spüren. Mit ihren Lichtkonzerten schafft die Pinneberger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn seit 17 Jahren einzigartige, individuelle Kunstwerke. Die 62-Jährige ist inzwischen im In- und Ausland gefragt. Am 29. Dezember präsentiert sie ihre Kunst gemeinsam mit dem Cellisten und Komponisten Sonny Thet in Schenefeld. Klang, Farben, Raum: Die Stephanskirche wird in Licht getaucht, in rotes, gelbes, blaues. Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

„Das ist ein Glücksfall für uns und ein Geschenk am Ende des Jahres,“ sagt Erika Wölfert-Ahrens vom Kirchengemeinderat. 75 Prozent der Kosten übernimmt der Kulturausschuss des Kreises, den Rest bringen Sponsoren auf.

Meyer-Hahn und Thet sind aufeinander eingespielt, arbeiten seit zehn Jahren zusammen. Thet wird in seinem Spiel europäische und asiatische Musiktraditionen zusammenführen. Dabei Klassik mit Jazz- und Rockelemente verbinden. Meyer-Hahn realisiert live an ihrem Mischpult die Lichtchoreografie, die als Farbe sichtbar wird und Klang und Komposition mit dem Raum und dem Publikum verbindet. „Das Spüren der Töne ist im Menschen angelegt“, sagt die Pinnebergerin.

Meyer-Hahn geht beim Entwurf der Choreografie analytisch vor. Ausgangspunkt ist für sie immer der Raum. „Die Stephanskirche hat so schöne Fenster. Wir werden das Licht nicht nur in die Kirche bringen, sondern auch von außen in die Fenster.“ Alle Sinne sollen an diesem besonderen Abend angesprochen werden. „Das Publikum bleibt nicht nur Hörer oder Betrachter, sondern wird in die Wahrnehmung einer faszinierenden und zauberhaften Klang- und Farbwelt eingebunden“, betont die Künstlerin. Sie kommt mit ihrer textilen Komposition, ihrem Mischpult und 45 Leuchten in die Stephanskirche.

1998 in Berlin fing alles an. Die Pinnebergerin hat seither 70 Lichtkonzerte realisiert. Jetzt freut sie sich auf Schenefeld, auf die Stephanskirche, auf den Raum, in dem Klang und Farbe eine ganz besondere Verbindung eingehen.

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