LED-City kostet 1,9 Millionen Euro

Die neue LED-Technik soll in ganz Schenefeld zum Einsatz  kommen.
Die neue LED-Technik soll in ganz Schenefeld zum Einsatz kommen.

Straßenbeleuchtung: Bis Sommer 2014 sollen alle HQL-Lampen ausgetauscht sein / Stadt profitiert von Bundeszuschüssen

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13. November 2013, 16:00 Uhr

Eine Stadt auf dem Weg zur LED-City: Schenefeld will bis zum Sommer 2014 den Austausch der alten Hochdruck-Quecksilber-Dampfleuchten (HQL) in energiesparende LED- Leuchten komplett abschließen. Die Förderzusage des Bundes für dieses Jahr liegt laut Helge Feber vom Bauamt der Stadt vor. Die Ausschreibung ist erfolgt. Feber geht davon aus, dass der Auftrag noch in diesem Jahr erteilt werden kann. „Ab April 2014 könnte der Austausch dann innerhalb von drei Monaten erfolgen“, sagt Feber.


Es geht um 1420 Straßenlampen


Gut 800 000 Euro investiert die Stadt allein in den dritten Akt der Beseitigung der alten HQL-Lampen. Seit 2011 werden an den Hauptverkehrsstraßen LED-Lampen eingebaut. Insgesamt verschwinden im gesamten Stadtgebiet 790 Quecksilber-Leuchten. Dafür zahlt Schenefeld knapp eine Million Euro. Allerdings profitiert die Stadt von Zuschüssen des Bundes. Die lagen zwischen 25 und 40  Prozent der Investitionskosten. Schenefeld drückte mächtig aufs Tempo, weil das Förderprogramm Ende 2013 ausläuft.

Doch auch die EU machte Schenefeld Beine. Ab 2015 dürfen keine HQL-Lampen mehr in den Handel gebracht werden. Die Stadt musste handeln.

Langfristig wird die LED-City auch finanziell von der Umstellung profitieren. Die Stromkosten sollen jährlich um zirka 100 000 Euro sinken, wenn die kleinen Powerbirnen (42 statt 125 Watt) für Licht sorgen. Die LED-Lampen sind zwar in der Anschaffung teurer, haben aber eine Lebensdauer von 60 000 Betriebsstunden. Die HQL-Lampen kommen nur auf zirka 16 000 Betriebsstunden. Kein Wunder, dass Schenefeld den ganz großen Wurf plant. Alle stromfressenden Straßenlaternen sollen durch LED-Technik ersetzt werden. Es geht noch einmal um 630 alte Leuchten. Feber geht von Investitionskosten in Höhe von 876 000 Euro aus. „Dafür gibt es keine Zuschüsse“, betont der Rathausmitarbeiter. Die LED-Stadt kostet am Ende 1,9 Millionen Euro. Über einen Zeitplan muss die Politik entscheiden.

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