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Schenefelder Tageblatt

21. August 2017 | 09:07 Uhr

Lebenshilfe: Gastro-Plan gescheitert

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Politik lehnt Gärtnerei-Restaurant ab

Der Traum ist ausgeträumt: In die seit April 2013 geschlossene Gärtnerei der Lebenshilfe an der Blankeneser Chaussee wird kein italienisches Restaurant einziehen. Der Lebenshilfe- Plan wurde am Donnerstagabend im Stadtentwicklungsausschuss von der Politik beerdigt. CDU, Grüne, OfS und BfB lehnten die für ein Restaurant erforderliche Änderung der Außenbereichssatzung ab. Allein die SPD unterstützte den Vorstoß.

Die Grünen sprachen sich gegen eine Beeinträchtigung der grünen Achse zwischen der Osdorfer und der Sülldorfer Feldmark ab. Die CDU pochte auf Gleichbehandlung, verwies darauf, dass in der Vergangenheit ein ähnlicher Vorstoß eines Gartenbaubetriebes vom Kreis abgelehnt worden war. BfB-Fraktionschef Manfred Pfitzner betonte, dass die Stadt kein „Auffanglager für Betriebe in Schieflage werden dürfe“. Die finanziell angeschlagene Lebenshilfe ist gekniffen: Ihr gehören Grundstück und Gebäude. Die Vereinsvorsitzende Christine Heins hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass sie die Pachteinnahmen dringend für den Verein brauche. Wie es weiter geht, weiß auch Heins zurzeit nicht. Rechtlich dürfen auf dem 10 000 Quadratmeter großen Areal nur Gewerbebetriebe angesiedelt werden, die mit Produkten und Dienstleistungen zur Garten- und Freizeitgestaltung zu tun haben.

Kein Restaurant, dafür aber Wohnbebauung? Das will die Politik auch nicht. Laut Satzung könnten bis zu zehn Häuser auf dem Lebenshilfe-Areal entstehen. Bisher wollte Heins nicht verkaufen. Angebote von Investoren gab es. Ohne eine Nachfolgenutzung könnte an der Blankeneser Chaussee eine Bauruine entstehen.

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erstellt am 18.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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