Schulprojekt in Schenefeld : Laufen gegen Saufen: Gymnasiasten setzen ein Zeichen

Die Schüler liefen im Stadion Achter de Weiden Runde um Runde, um Spendenbeiträge zugunsten de Guttempler) zu erhalten.
Die Schüler liefen im Stadion Achter de Weiden Runde um Runde, um Spendenbeiträge zugunsten de Guttempler) zu erhalten.

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17. Juli 2015, 16:15 Uhr

Schenefeld | Nur eine Woche haben die Schüler des zehnten Jahrgangs des Gymnasiums Schenefeld Zeit gehabt, um ihr Projekt „Laufen gegen Saufen“ zu realisieren. Die Zehntklässler hatten sich zuvor im Zuge einer Projektwoche mit dem Thema Sucht auseinandergesetzt und entschieden, einen Spendenlauf zu Gunsten der Guttempler zu realisieren. „Ich habe sofort gesagt, wir schaffen es auf keinen Fall, den Lauf innerhalb von einer Woche auf die Beine zu stellen“, erzählte Sportlehrer und Suchtpräventionskraft Joachim Lewis. Doch die Schüler wollten „sich bewegen und etwas bewegen“.

Beim Lauf im Stadion Achter de Weiden gingen dann zirka 400 Schüler und zahlreiche Lehrer an den Start, um die Guttempler der Gemeinschaft Roland-Wedel zu unterstützen. Malte Westphal aus der 9c lief 40 Runden: Rekord. Doch auch die Lehrer zeigten sich von ihrer sportlichen Seite. Tune Virgils (35) schaffte 35 Runden, Virena Bednorz 27 Runden. „Was für ein Betrag genau zusammen gekommen ist, wissen wir noch nicht, aber wir rechnen mit 500 Euro“, sagte Lewis. Dieter Groth von den Guttemplern zeigte sich erfreut. „Wir werden mit unseren Aktionen immer weniger von den Krankenkassen unterstützt und benötigen für unsere Ausbildung Unterstützung“, erläuterte Groth.

Mit einigen Mitarbeitern und einem eigenen Informationspavillon war die Guttempler Gemeinschaft vor Ort. Die Organisation unterstützt Menschen mit Suchtproblemen und ihre Angehörigen – beispielsweise mit Selbsthilfegruppen und einem Nottelefon. Was das Rauchen betrifft, ist Lewis mit der Entwicklung am Gymnasium zufrieden. „Seitdem das Nichtraucherschutzgesetz vor drei Jahren eingeführt wurde, verzeichnet die Schule einen dramatischen Rückgang an Rauchern“, betonte Lewis. Feten ohne Alkohol seien allerdings leider immer noch eine Ausnahme. „Hier gilt es zu sensibilisieren“, so Lewis.

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