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Schenefeld : Landesfinanzministerin Monika Heinold besucht die Feuerwache am Kiebitzweg

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

EIn offenes Ohr für die Jugendwehr. Eindrucksvolle Übung.

Schenefeld | Ein bisschen Nostalgie war dabei, als die Finanzministerin zum Abschluss ihrer Sommerreise bei der Jugendfeuerwehr im Kiebitzweg Station machte. Schließlich begann Monika Heinolds (Grüne) beruflicher Werdegang mit Kinder- und Jugendarbeit bei der Awo, ehe die Politik sie in die Landesregierung brachte. So kam sie mit den jungen Leuten schnell ins Fachsimpeln. Die Mädchen und Jungen wiederum zogen alle Register, um die Besucherin aus Kiel mit ihrem Können zu beeindrucken. Dichten Qualm ließen sie aus der Fahrzeughalle herausquellen, retteten aus dem Gebäude schnell noch „eine verletzte Person“ und rückten dem angenommenen Feuer mit Elan zu Leibe.

Zur Begrüßung der Ministerin waren Wehrführer Michael Schulz, sein Stellvertreter und zugleich Jugendwart Thomas Berens sowie Kreisjugendwart Ernst-Niko Koberg angetreten. Auch Bürgermeisterin Christiane Küchenhof ließ sich das Ereignis nicht entgehen. Trotz Ferienzeit gelang es Jugendgruppenleiter Lennard Holzhausen für die kleine Schauübung neun seiner insgesamt 30 Nachwuchsbrandschützer zusammenzutrommeln. Die Übrigen waren in den Ferien. Tom Keuntje schaffte es gerade noch, sich einzubringen, ehe er und seine Eltern nach Gran Canaria aufbrechen wollten. Lange warten mussten die Kinder nicht, ehe sie ihren Löschangriff starten durften. Denn Besucherin und Gastgeber hielten sich nur kurz mit dem Begrüßungszeremoniell auf. Dann durften die Sirenen aufheulen und die kleine Truppe rollte mit dem Löschfahrzeug in den Hof. Aufstellung in Reih und Glied, so nahmen sie die Lagebeschreibung ihres Chefs entgegen. Und los ging’s. Von da an saß jeder Handgriff. Schläuche wurden ausgerollt und verbunden. Je zwei Kinder brachten sich mit Spritzen in Stellung. Dann kam das Kommando „Wasser marsch“ und das Feuer hatte keine Chance mehr.

Allerdings gab es eine Komplikation: Im brennenden Gebäude sei noch eine verletzte, hilflose Person, wurde gemeldet. Auch hier wussten die Kinder sofort, was zu tun war. Wenig später war Becki – so der Name der Puppe – an der frischen Luft in Sicherheit. Lob von allen Seiten war ihr Lohn.

Die Ministerin ging noch etwas ins Grundsätzliche und hob die Unverzichtbarkeit des ehrenamtlichen Engagements für ein funktionierendes Gemeinwesen hervor. Wehrführer Schulz analysierte Schenefelds Situation unter dem Aspekt des Hamburger Speckgürtels. Das teure Wohnen in diesem Bereich mache die Nachwuchssuche schwer, hob er hervor, denn junge Familien mit Kindern im Jugendfeuerwehralter könnten die geforderten Miet- oder Kaufpreise kaum aufbringen.

Überhaupt war die Chefin des Finanzministeriums willkommene Ansprechpartnerin für Geld- und Steuerprobleme. Und sie hatte gute Ratschläge im Gebäck. Vor allem warb sie für die „Crowdfunding“-Spendenplattform „WIR-BEWEGEN.SH“, die die Investitionsbank im Auftrag des Landes seit Ende März betreibt. Dies könne eine große Hilfe bei zahlreichen Projekten sein, hob sie hervor.

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erstellt am 17.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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