Anette Sørensen Habel : Kurzgeschichte einer Schenefelder Autorin

 Die Schenefelder Autorin Anette Sørensen Habel kommt in ihrem Garten häufig auf gute Ideen, die sie für ihre Geschichten und Romane verwendet.
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Die Schenefelder Autorin Anette Sørensen Habel kommt in ihrem Garten häufig auf gute Ideen, die sie für ihre Geschichten und Romane verwendet.

Schenefelder Autorin Anette Sørensen Habel veröffentlicht Kurzgeschichte. Lesung am 30. Mai bei Heymann.

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04. Mai 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | „Es ist ja nicht so, dass ich die Farbe Hellrot nicht leiden könnte, ich mag sie wirklich gern, aber nicht an mir selbst. Sie passt nicht zu meinen Sommersprossen, meiner hellen Haut und meinen roten Haaren.“ Mit diesen Sätzen beginnt die neue, spannend zu lesende Kurzgeschichte von Anette Sørensen Habel. Veröffentlicht wurde sie in dem von Gabriele Haefs und Karin Braun herausgegebenen Buch „Weibsbilder, Eine Anthologie“.

Das Werk handelt von echten Weibern, Damenportraits, Görenskizzen und Schlampenkarikaturen. Dargestellt werden unterschiedliche Frauen in Situationen, mit denen wirklich keine rechnen konnte. Sørensen wird aus ihrem Werk am Sonnabend, 30. Mai, in der Buchhandlung Heymann im Schenefelder „Stadtzentrum“ lesen. Wie die fiktive Dame in der Kurzgeschichte hat die Schenefelder Autorin Sørensen Habel rote Haare. Unzählige Sommersprossen auf der Haut kombiniert mit einem frechen Lächeln erinnern an Akteure aus Astrid-Lindgren-Verfilmungen wie etwa Inger Nilsson. Sørensen Habel ist ebenfalls Schauspielerin, doch keine Schwedin, sondern Dänin. Die Mutter dreier Kinder ist inzwischen Autorin mehrerer Werke.

Nach dem Abitur absolvierte die 48-Jährige an der Schauspielschule „Herbert Berghof Studio (HB)“ in New York eine Ausbildung. „Das war eine der besten Zeiten meines Lebens“, erinnert sich die Dänin, deren Maxime immer lautete: „Werde glücklich im Leben.“ In „Weibsbilder“ kommen 25 Autorinnen zu Wort. Besonders thematisiert wird das beständige Bestreben der Menschen, sich fortwährend zu vergleichen. „Wir haben eine unterschiedliche Art und Weise zu denken, in einer Welt, wo alles super gut und super toll sein muss“, sagt die Schenefelderin. Mit ihrer Geschichte kommuniziert Sørensen vor allem eine Botschaft: „Stresst euch nicht. Wir sind alle gut genug.“

Mit dem Schreiben begann die Schenefelderin vor sechs Jahren. Der Titel des Erstlingswerks lautet: „Ormen i æblet – En barnevogn i New York” („Der Wurm im Apfel. Ein Kinderwagen in New York“). Scham und Schuld sind die Themen des bislang erst in dänischer Sprache verfassten Buches. Sørensen verarbeitet hier fiktiv eine von ihr selbst erlebte Begebenheit. Die Geschichte schildert, wie eine junge Frau infolge der Verkettung unglücklicher Umstände im Gefängnis landet. Die Ursache: ein Passant informiert die Polizei, weil die Mutter den Kinderwagen mit ihrer Tochter – vor einem Restaurant – abgestellt hat.

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