Gymnasium und Gemeinschaftsschule : Kupfer im Wasser und Schimmel: Probleme im Schulzentrum Schenefeld

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„Wir als Schule sehen dringend Handelsbedarf“, sagt Schulleiter Dirk Ziegenhagen.

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26. Januar 2018, 16:40 Uhr

Das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule sind auf den ersten Blick in die Jahre gekommen. Die Räume und Flure versprühen den Charme der 1970er Jahre. Aber nicht nur das: Die Mängelliste wird immer länger. „Wir als Schule sehen dringend Handelsbedarf“, sagte Schulleiter Dirk Ziegenhagen. Nun wird auch noch das Gesundheitsamt aktiv. 

In fünf Klassenräumen (darunter einer mit PCs) der Gemeinschaftsschule hängt die Decke herunter. Ziegenhagen hat die Räume gesperrt. Zudem läuft Wasser durch die Decke. An einigen Stellen hat sich nach Informationen unserer Zeitung bereits Schimmel breit gemacht. Und nun die nächste Hiobsbotschaft: Die Stadt Schenefeld hat das Trinkwasser untersucht und das Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg eingeschaltet. Der Grund: Der Kupfergehalt ist zu hoch. Über jedem Wasserhahn prangt ein Warnschild, dass das Wasser nicht getrunken werden darf. Bauamtsleiter Andreas Bothing berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung, dass im vergangenen Sommer neue Spülstationen eingebaut wurden, damit das Wasser nicht zu lange in der Leitung steht. Die Technik scheint aber nicht richtig zu funktionieren, so Bothing. Am Freitag treffe er sich mit der Kreisverwaltung und mit Ingenieuren an der Schule, um das Problem zu lösen. Die Empfehlung, das Wasser nicht zum Trinken freizugeben, sei vorsorglich getroffen worden.

Das bestätigt auch Oliver Carstens, Pressesprecher des Kreises Pinneberg. Es habe bei den Prüfungen an wenigen Stellen geringe Abweichungen beim Kupferwert gegeben, jedoch nicht in Arealen, in denen mit Getränken und Speisen hantiert wird. „Die Ursachenforschung läuft noch“, sagt Carstens. Wer das Wasser längere Zeit laufen lässt, könne dies jedoch unbedenklich nutzen.

Klar ist: Die Politik will das Schulzentrum sanieren. Die Baumaßnahme soll allerdings erst 2019 losgehen. Falls dies notwendig ist, will das Bauamt aber auch vorher eingreifen. „Über allem steht die Sicherheit der Schüler und Lehrer“, betont Bothing. Diese müsse uneingeschränkt gewährleistet sein. Da Schimmelsporen gesundheitsgefährdend sind, werde sich die Stadt darum kümmern. Anders sieht es bei der durchhängenden Decke aus. Zwei Gutachten aus 2015 und 2017 hätten ergeben, dass die Räume nicht einsturzgefährdet sind. Da die Elternvertretung ein weiteres Gutachten wünscht, werde dies nun in Auftrag gegeben. Die Räume sollen wieder nutzbar gemacht werden. Einsturzgefährdet seien sie aber nicht, sagt der Bauamtschef.

Bothing sei auch bekannt, dass Wasser durch das Dach eindringe. Jedoch werde dies nicht von der Verwaltung genauer untersucht, da im Zuge der Sanierung eine Bestandsaufnahme durch ein Architektenbüro ansteht. Gebäudesubstanz, Haustechnik und das Dach sollen auf den neuesten Stand gebracht und an die Bedürfnisse von heute angepasst werden.

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