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Schenefelder Tageblatt

19. August 2017 | 15:16 Uhr

Schenefeld : Kunstschülerinnen ehren die Wehr

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ausstellung im Kunsthaus Schenefeld zeigt 32 Bilder und Fotografien. Schau kann noch bis Freitag besucht werden.

Schenefeld | „Was mag das nun wieder sein?“, wunderte sich ein Feuerwehrmann im Kunsthaus Schenefeld. Ratlos stand er vor einem Foto. Dabei stellte es wie alle anderen Bilder auch Gegenstände aus der Schenefelder Feuerwache dar, nur eben nicht in der alltäglichen Betrachtungsweise, wie sie zur praktischen Arbeit der Brandschützer gehört. Hier waren Künstlerinnen am Werk, die sich daran gemacht hatten, staunend und kreativ zu reflektieren, was sie in der Wache vorgefunden hatten. 32    Gemälde und Fotografien sind dabei herausgekommen.

Auslöser sei ein Skizzierseminar gewesen, berichtete Marianne Elliott-Schmitz. „Der Anblick war schon sensationell genug, dass aber all diese Dinge auch noch einen Namen tragen, den die Feuerwehrfrauen und -männer natürlich kennen und dass sie darüber hinaus auch noch wissen, was man mit diesen Dingen tut, erfüllte uns mit großer Ehrfurcht“, erinnerte sich die Kunsthauschefin. Wehrführer Michael Schulz habe sich damals geduldig bemüht, ihnen alles zu erklären.

Und dann ratterte Elliott-Schmitz die technischen Bezeichnungen herunter, von Atemluftkompressoren über Heu-Messsonden und allerlei Haspeln bis zum Inhalt der letzten Spindecke. Ganz klar, sie hatte gut aufgepasst. Wachsende Hochachtung vor den Männern und Frauen, die mit diesen Geräten Menschenleben und Güter retten, oft unter gefährlichen Bedingungen, sei ihre erste Reaktion gewesen, erzählte Elliott-Schmitz. Dann aber ließen ihre Schülerinnen Leoni Gaudian, Anna Simon, Melanie Steffens, Nathalie Roux, Elke Kröhnert, Marlis Lühr, Ute Bresch, Kerstin Gabriel und Sigrun Roemmling ihrer künstlerischen Neugier freien Lauf. „Wir waren in unserem Element“, so das glückliche Fazit der Kursleiterin.

Was dabei heraus kam, wirkt auch als gemaltes Bild oft wie fotografiert, so akribisch genau ist die Wiedergabe. Aber der Blickwinkel ist anders. Wie ein Zoom kann er sein. Das sonst übersehene Detail wird prominent, gewinnt monumentales Gewicht. „Stillleben entstehen so und sind zugleich stille Zeugen“, sagt Elliott-Schmitz. Noch einmal kehrte die Ehrfurcht in ihre Worte zurück: „All diese gemalten Details befanden sich in Einsätzen, haben Dienst getan und werden es weiter tun.“

Dem Feuerwehr-Thema angemessen ist Rot die dominierende Farbe. Aber: „Nicht nur Rot“. So heißt denn auch die Ausstellung. Bis Freitag, 12. Februar, sind die Bilder im Kunsthaus Schenefeld zu sehen, täglich von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Dass ihr Kunsthaus gerade 25 Jahre alt geworden ist, hatte Chefin Elliott-Schmitz in der Aufregung ganz vergessen, als sie ihre Hommage an die Feuerwehr vor vielen Besuchern eröffnete. Umso gelungener war die Überraschung, als Bürgermeisterin Christiane Küchenhof sie mit einem Strauß nicht nur roter Blumen daran erinnerte.

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erstellt am 09.Feb.2016 | 12:30 Uhr

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