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Sonderausstellung des es Kunstkreises Schenefeld : Kunst gegen die Angst vor dem Fremden

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Mitglieder des Kunstkreises Schenefeld stellen im Ratssaal ihre Werke aus. Sonderausstellung findet alle zwei Jahre statt.

Schenefeld | Unter dem Titel „Schenefelder Aktivitäten“ stellen die Mitglieder des Kunstkreises Schenefeld alle zwei Jahre eigene Werke im Ratssaal der Stadt aus. So auch gestern. 57 Künstler, teils renommiert, teils unbekannt,  präsentierten insgesamt 130 Werke zum Thema „Fremd“.

Peter Seelig, Musiklehrer am Gymnasium Schenefeld stimmte mit  „Amazing Grace“ auf die bereits seit mehr als 20 Jahren existierende Ausstellungsreihe ein. „Die Präsentation ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, erläuterte Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski, Kunstkreisvorsitzende. Anschließend führte die stellvertretende Kunstkreisvorsitzende Ingrid Ullrich  in das Thema ein.

„Was uns fremd ist und was wir nicht richtig verstehen, löst bei einigen Menschen Urängste aus“, sagte sie. Diese äußerten sich in einer Distanz zum Fremden und seien geeignet, Vorurteile hervorzubringen. Werde dem Fremden aber offen begegnet, würden derartige Gefühle vermieden. Stattdessen entstehe Neugier. „Dann entwickelt sich vielleicht sogar das Verlangen,  noch weiter in das Fremde einzudringen“, erläuterte Ullrich.

Ingrid Ullrich (r.) führte durch die Ausstellung.
Ingrid Ullrich (r.) führte durch die Ausstellung.

Danach ging sie auf einzelne Kunstwerke ein. So beispielsweise auf  das Bild von Bärbel Wieruch, das ein farbiges, von Holzbrettern eingerahmtes symmetrisches Gesicht zeigt. Die Frau auf dem Bild sei verschlossen und ruhe in sich. Anders als die Frauen in der Foto-Collage von Martina Kelting, die teils verschleiert, teils unverschleiert dargestellt sind und „verblüffend vielseitige Interpretationen ermöglichen“, wie Ullrich betonte, die ferner Werke von Silke Günther, Kerstin Gabriel, Karin Daum, Hella Schieweck und Brigitte Hoffmann erläuterte.

Heike Blank und Michaela Poster setzten sich indes  mit dem Thema Umwelt auseinander. Bei Bildern wie „der verlorene Garten“ beschäftigen sie sich mit dem Thema Umweltzerstörung, beispielsweise durch Pestizide.

Mit einem Multi-Media-Projekt ganz im Stil der documenta beeindruckte Karin Daum. Zwei  stilisierte Kopfhörer  unterhalten sich miteinander. Beim Anhören des zwölfminütigen Sprachgewirrs wird vor allem eines deutlich: die Unfähigkeit der Menschen miteinander zu kommunizieren. Die Ausstellung im Rathaus – sowie auch in der Galerie im „Stadtzentrum“ – ist noch bis zum 17. April zu sehen.

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erstellt am 04.Apr.2016 | 13:00 Uhr

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