„Künstler sind Botschafter“

Cäcilie Cichonski zeigt ihre Werke im Rathaus, einige Bilder aber auch in der Galerie im „Stadtzentrum“.  Fotos: Heiderhoff
1 von 2
Cäcilie Cichonski zeigt ihre Werke im Rathaus, einige Bilder aber auch in der Galerie im „Stadtzentrum“. Fotos: Heiderhoff

„The fifth Element“: Die Hamburgerin Cäcilie Cichonski präsentiert ihre Bilder am 8. Juli im Schenefelder Rathaus

shz.de von
05. Juli 2018, 16:32 Uhr

Die Hamburgerin Cäcilie Cichonski reist derzeit mit ihrer Ausstellung „The fifth Element“ durch Europa. Ab kommenden Sonntag sind ihre Werke auch in Schenefeld zu bewundern. Bis zum 22. Juli wird die Ausstellung im Rathaus am Holstenplatz zu sehen sein. Die Vernissage beginnt am Sonntag, 8. Juli, um 11 Uhr. Die Künstlerin erläutert im Gespräch mit unserer Zeitung die Hintergründe zu ihren Werken.

Frage: Ihre Ausstellung kreist um die Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser. Licht ist das fünfte Element? Warum beziehungsweise wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?
Cäcilie Cichonski: Ich beschäftige mich seit etlichen Jahren mit Fragen nach der menschlichen Existenz, gewissermaßen dem „Sein“. Wo kommen wir her, was ist die treibende Kraft allen Lebens? Nach der antiken Vier-Elementen-Lehre verschiedener griechischer Philosophen und ihrer Bedeutung, besteht alles Sein aus den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde, doch haben sie meiner Auffassung nach das Licht nicht berücksichtigt. So gehe ich einen Schritt weiter und ziehe ein weiteres Element „The fifth Element“ hinzu. „The fifth Element“ soll symbolisch als das Licht zu verstehen sein. Licht ist der Bote, welcher Informationen aus den tiefsten Regionen des Universums zu uns trägt. Licht ist Leben – Die Biophotonen sind bereits als „das Licht“ in den menschlichen Körperzellen bekannt. Es ist ein Element, das mehr als nur ein Bestandteil allen menschlichen Seins ist, es ist die treibende Kraft allen Lebens, faszinierend, mystisch und schlussendlich unergründlich.

Was bedeutet für Sie der Malprozess? Beziehungsweise was empfinden Sie beim Malen?
Das kann man nur sehr schwer in Worte fassen, ich befinde mich oft in einem meditativen Zustand. Ich trete gewissermaßen aus einem bewussten Zustand in eine innere Stille – in das Unterbewusste hinein und greife die Energien des „The fifth Element“ auf, übersetze diese Dynamik in Farbräumen und emotionalen Sphären, schwebend oder auch in kraftvoller Kollision auf einander treffend. Dem Betrachter werden immer neue Perspektiven der Kommunikation mit den Bildinhalten angeboten, in die er eintauchen und mit der eigenen Gefühlswelt in Verbindung bringen kann.

Wie kam es dazu, dass Sie auf Ihrer Europa-Tournee auch in Schenefeld ausstellen? Wo haben Sie sonst bereits ausgestellt?
Künstler sind Botschafter – meine Intention ist es, vielen Menschen „The fifth Element“ näher zu bringen – zum Nachdenken über eine Welt, die sich außerhalb der groben Stofflichkeit befindet, anzuregen. Die Neugierde und das Interesse der Menschen an „The fifth Element“ entwickelt sich stetig, so führten mich meine Ausstellungen unter anderem nach Berlin, Bremen, Amsterdam, Paris und nun auch nach einer Anfrage seitens des Kunstkreises Schenefeld nach Schleswig-Holstein, worüber ich mich sehr freue.

Können Sie einige spannende Punkte aus Ihrer Vita berichten?
Diese Frage kann ich relativ kurz beantworten – das gesamte Spektrum des künstlerischen Schaffens ist für mich wie eine Reise ins Unbekannte und entsprechend extrem spannend. Jedes Gemälde ist einzigartig, jede Ausstellung ist besonders, keine gleicht der anderen. Jeder öffentliche Auftritt mit „The fifth Element“ im TV oder Radio, bei einer Ausstellung oder mit einem Live-Painting sind für mich Highlights.

Wie genau lassen Sie sich bei Ihrer Arbeit inspirieren? Gibt es Vorbilder?
Jedes Werk ist Ausdruck eines in Konstellation und Prägung einzigartigen Zusammenspiels vieler Einflüsse, von denen einige bewusst, aber weit zahlreichere unbewusst am schöpferischen Prozess Anteil nehmen. Woher die künstlerische Inspiration tatsächlich kommt, kann man nicht in ein paar Sätzen beantworten. Ich denke jedoch, dass meine primären Quelle die Sprache der Gefühle ist. Ich habe keine künstlerischen Vorbilder, mir ist es ein wichtiges Anliegen, sich nicht an anderen Künstlern, Kunstrichtungen beziehungsweise gesellschaftlichen Trends oder Ähnlichem zu orientieren. Es geht mir vielmehr darum, mit „The fifth Element“ einen neuen Akzent in der Kunstszene, einen Raum für die Spiritualität in der Gegenwartskunst zu setzen.

Welche weiteren künstlerischen Projekte verfolgen Sie in der Zukunft?

Das Projekt „The fifth Element“ ist und bleibt meine Botschaft und mein Herzens-Anliegen! Das nächste Live-Painting findet am 14.  Juli in Neustadt in Holstein statt. Darüber hinaus ist eine Ausstellung in den Niederlanden, sowie eine Charity-Veranstaltung mit einer Hamburger Stiftung in Planung. Gerne kann man sich auch über zukünftige Ausstellungen und Veranstaltungen auf meiner Website informieren.

>

www.cichonski.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen