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Schenefelder Tageblatt

11. Dezember 2017 | 10:52 Uhr

Kita-Plan Schenefeld : Kreis fordert einen Aufzug

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Aufstockung der Einrichtung am Wurmkamp ist wieder fraglich.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2016 | 15:00 Uhr

Schenefeld | Ungläubiges Staunen. Kopfschütteln. Die Nachricht, die Helge Feber aus dem Schenefelder Bauamt vom Kreis Pinneberg bekommen hat, wirbelt die Pläne, das Hortgebäude am Wurmkamp um ein Stockwerk zu erweitern, gehörig durcheinander. Fakt ist: Der Kreis fordert den Einbau eines Aufzugs, damit die Barrierefreiheit gewährleistet ist. Zudem ist ein separater Laubengang als zweiter Fluchtweg nötig. Die Mehrkosten für beide Vorhaben liegen laut Feber bei zirka 40.000 Euro – und so steigen die Gesamtkosten auf etwa 510.000 Euro.

„Damit ist der finanzielle Unterschied zum geplanten Kita-Bau an der Lindenallee nicht mehr so groß“, mahnte CDU-Ratsfrau Susanne Broese am Donnerstagabend im Bauausschuss. An der Lindenallee sollen für 550.000 Euro neue Krippenplätze entstehen.

Durchgewunken wurde die neue Planung angesichts der neuen Fakten nicht. Broese: „Wir sollten alle noch einmal darüber nachdenken, ob es das ist, was wir wollen.“ Den zweiten Fluchtweg bezeichnete Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz als nachvollziehbar und einleuchtend. „Der Aufzug ist überkandidelt.“ Die Stadt hatte vorgeschlagen, die Barrierefreiheit organisatorisch zu lösen, indem behinderte Kinder im Erdgeschoss betreut werden. Mit dieser Argumentation setzte man sich in der Kreisbehörde aber nicht durch.

Das Problem: Die Barrierefreiheit ist Bestandteil der Förderrichtlinie. Heißt: Ohne Aufzug gibt es kein Geld vom Kreis und vom Land. Das wäre bitter. Laut Feber könnt der Zuschuss bei bis zu 380.000 Euro liegen.

Das Hortgebäude am Wurmkamp war bewusst so geplant worden, dass eine spätere Aufstockung möglich ist. Eine Holzrahmenkonstruktion soll auf das Dach gesetzt werden. Die Arbeiten wären auch bei laufendem Betrieb möglich. Im ersten Stock sollen dringend benötigte Betreuungsplätze geschaffen werden – und zwar 15 Hort- und 20 Elementarplätze. Träger ist die Stephanskirche. Feber geht davon aus, dass das neue Gebäude im September oder Oktober fertig sein könnte – wenn die Politik über den Aufzug-Schatten springt.

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